Der Anfang dieser Woche bringt für die Rapsmärkte deutliche Kursverluste mit sich. Auf den globalen Märkten gerieten vor allem die Sojabohnenpreise ins Straucheln, was sich negativ auf die Rapskurse auswirkt.
Marktentwicklung und aktuelle Preisbewegungen
Nach einem drastischen Preisrückgang an der Pariser Börse für Raps befinden sich die Kurse wieder auf dem Niveau der Vorwoche, wobei sie die Marke von 500 €/t unterschritten haben. Jan Peters von der Peters Agrardaten GmbH erklärt, dass Gewinnmitnahmen an der Chicagoer Börse zu einem Rückgang der Sojabohnenpreise geführt haben, was diesen Trend verstärkt.
Sorgen um den Export nach China
Zudem gibt es Befürchtungen, dass China seine Käufe von US-Sojabohnen möglicherweise nicht wie geplant fortsetzen könnte. Diese Sorgen wurden am Wochenende in Frankreich bei Gesprächen zwischen US-amerikanischen und chinesischen Vertretern angedeutet. Ein weiteres Problem ist, dass ein Treffen zwischen den Präsidenten beider Länder möglicherweise verschoben wird.
Einfluss von Rohölpreisen und Pflanzenölnachfrage
Niedrigere Rohölpreise tragen ebenfalls zu den schwächeren Rapskursen bei, während Pflanzenöl weiterhin eine starke Nachfrage verzeichnet. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) prognostiziert einen leichten Anstieg des Rapsanbaus in Deutschland auf 1,14 Millionen Tonnen in diesem Jahr.
Strategien beim Verkauf alter und neuer Ernten
Landwirte haben angesichts hoher Preise ihre Bestände aus der alten Ernte größtenteils verkauft und auch Verträge für die neue Ernte abgeschlossen. Die alten Bestände dürften daher weitgehend abverkauft sein.
Aktueller Stand der Raps-Erzeugerpreise
Laut Jan Peters von Peters Agrardaten GmbH sind die Preise nach dem starken Einbruch gestern wieder auf dem Niveau der Vorwoche angekommen. Dies wird durch den Rückgang der Sojabohnenpreise angetrieben, da Anleger in Chicago Gewinne mitgenommen haben.
