Anzeige
 

Meteorologen warnen vor Hochwasser in Mitteleuropa

Aktuell strömt extrem feuchte Mittelmeerluft nach Norden und stößt auf natürliche Barrieren wie das Riesengebirge und die Alpen. Dies führt laut Meteorologen zu potenziell verheerenden Regenfällen in Teilen Österreichs, Tschechiens und Südpolens, wo bereits höchste Warnstufen ausgerufen wurden.

In Österreich wird von lokalen Überschwemmungen ausgegangen, während in Tschechien und Polen die Behörden bereits die höchste Alarmstufe verkündet haben. Jörg Kachelmann, ein renommierter Meteorologe, kritisiert die österreichische Reaktion als fahrlässig und prognostiziert auch für diese Region erhebliche Auswirkungen.

Besonders betroffen von den starken Regenfällen ist das Berchtesgadener Land in Deutschland. Kachelmann zufolge könnte die Schneefallgrenze, die aktuell bei etwa 1.500 Metern liegt, den Hochwasserdruck etwas abmildern. Für Ostsachsen besteht Hoffnung, dass die erwarteten 100 mm Niederschlag aufgrund der bisher trockenen Bedingungen ohne katastrophale Auswirkungen bleiben könnten. Dennoch wird empfohlen, dass sich Anwohner entlang der Flüsse Oder, Elbe und Neiße auf mögliche Überschwemmungen vorbereiten.

Die nächsten Tage werden in den betroffenen Gebieten von schrittweise zunehmendem Regen geprägt sein, wobei von Freitag bis Sonntag mit starkem Dauerregen zu rechnen ist. Die Niederschläge sollen ab Montag und Dienstag nachlassen, jedoch erwarten Experten in vielen Regionen neue Niederschlagsrekorde.

In Deutschland sind Wetterwarnungen der Stufen 2 und 3 aktiv, insbesondere wird vor „ergiebigem Dauerregen“ von den Alpen bis zum Bayerischen Wald sowie in Teilen Sachsens gewarnt. Das Agrarwetter zeigt sich entsprechend ungemütlich: Heute ist mit stark bewölktem Himmel von Vorpommern über Sachsen bis zu den Alpen zu rechnen, besonders am Alpenrand und in den östlichen Mittelgebirgen kann es zu Unwettern kommen. Die Temperaturen schwanken zwischen 12 und 17 Grad, sinken jedoch bei anhaltendem Regen unter 10 Grad.

In der Nacht zum Samstag bleibt es überwiegend stark bewölkt mit langanhaltendem, ergiebigem Regen, der in Höhenlagen ab etwa 1.000 bis 1.300 Metern als Schnee fällt. Der Samstag bringt vor allem im Südosten Regen, während im Norden Auflockerungen erwartet werden. Die Temperaturen liegen zwischen 7 Grad am Alpenrand und bis zu 17 Grad im Norden. Der Wind weht mäßig bis frisch und zeitweise stark böig aus Nordwest.

Zum Sonntag hin verziehen sich die Regenwolken langsam von den Alpen und es wird größtenteils trocken, jedoch wechselnd bewölkt. Die Temperaturen erreichen Nachmittagswerte zwischen 12 und 19 Grad. Die neue Woche beginnt mit weiterem Regen im Süden und Südosten, während es in anderen Teilen Deutschlands auflockert. Insgesamt bleibt das Wetter wechselhaft mit gelegentlichen Regenschauern und Phasen von Sonnenschein.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Acker

Düngen bei Frost: Was die Düngeverordnung wirklich erlaubt

In der Landwirtschaft ist das Ausbringen von Gülle und Festmist in den Wintermonaten ein wiederkehrendes Thema. Eine zentrale Frage ist, ob dies...

Süßkartoffel-Boom in Deutschland: Chancen und Herausforderungen im Anbau

Die Süßkartoffel hat sich in den letzten Jahren von einem exotischen Nischenprodukt zu einem festen Bestandteil in vielen deutschen Haushalten entwickelt. Besonders...

Unklare Düngeregeln: Herausforderungen für Landwirte ab 1. Februar

Der Startschuss für die Düngesaison fällt am 1. Februar, doch zahlreiche Landwirte sehen sich mit Unsicherheiten konfrontiert. Die Düngesperrfrist, die durch die...

Photon-Dünger aus den USA: Schutz für Rüben, Kartoffeln und Obst

Mit dem Spezialdünger Photon, der ursprünglich aus den USA stammt, möchte das Unternehmen Crop Climate Management (CMM) neue Maßstäbe bei der Bewältigung...

Düngesaison startet: Was Landwirte ab 1. Februar beachten müssen

Mit dem Beginn des Februars endet die winterliche Sperrfrist für Stickstoffdünger und Gülle, ein wichtiger Termin im landwirtschaftlichen Kalender. Ab dem 1....