Die Brennholzpreise in Deutschland erleben im Februar 2026 einen weiteren Anstieg. Ausschlaggebend hierfür sind mehrere Faktoren, darunter eine deutliche Erhöhung der Holzpreise am nationalen Markt und das anhaltend kalte Wetter, das den Brennholzverbrauch weiter steigen lässt. Branchenexperten berichten von einer erhöhten Nachfrage nach Brennholz, da viele Kaminbesitzer ihre schwindenden Vorräte aufstocken wollen.
Holzmarkt unter Druck
Die Sägeindustrie sieht sich gezwungen, die Preise für Holz im ersten Quartal 2026 deutlich zu erhöhen. Grund dafür ist eine anhaltende Holzknappheit, die durch geringe Liefermengen verstärkt wird. Waldbesitzerverbände melden, dass die Preise für Rundholz, insbesondere Fichtenholz, um 5 bis 10 Euro je Festmeter gestiegen sind. Auch Kiefernholz erreicht neue Höchstpreise. Die Lager in vielen Sägewerken sind nahezu leer, was den Bundesverband der Holzindustrie dazu veranlasst hat, vor einer möglichen existenziellen Krise zu warnen.
Anhaltende Knappheit bei Schadholz
Ein wesentlicher Faktor für die aktuelle Marktlage ist das stark eingeschränkte Angebot an Schadholz, das normalerweise einen erheblichen Teil des Gesamtangebots ausmacht. Die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Bayern berichtet, dass Schadholz etwa die Hälfte des Holzeinschlags abdeckt. Dies führt dazu, dass der Markt kaum noch zwischen Schadholz und unbeschadetem Holz unterscheidet.
Steigende Preise für Laub- und Nadelholz
Auch beim Brennholz aus Laub- und Nadelholz sind signifikante Preissteigerungen zu verzeichnen. Besonders Laubholz wie Buche und Birke verzeichnete im Laufe der Heizsaison erhebliche Preisanstiege. Während im November 2025 die Preise noch stabil waren, sind sie seitdem kontinuierlich gestiegen. Laut Destatis-Daten könnte das Heizen mit Laubholz in dieser Saison teurer sein als in den vergangenen zwei Jahren.
Nadelholzpreise stiegen von Juni bis September 2025 um etwa ein Viertel und erreichen fast wieder das Niveau der Preisspitze von März 2024. Diese Dynamik beeinflusst auch andere Produkte wie Holzpellets und Hackschnitzel.
Regionale Unterschiede bei den Brennholzpreisen
Brennholzkäufer müssen sich auf erhebliche regionale Preisunterschiede einstellen. Faktoren wie die Entfernung des Verkäufers zu Verbrauchszentren und der Trocknungsgrad des Holzes spielen dabei eine Rolle. Durchschnittspreise für ofenfertiges Buchenholz liegen derzeit zwischen 115 und 125 Euro je Schüttraummeter, während frisches ungetrocknetes Holz zwischen 95 und 105 Euro kostet.
Für Birkenholz oder Mischungen aus Buche und Birke werden ebenfalls steigende Preise gemeldet. Holzhändler bieten vorgetrocknetes Nadelholz für etwa 65 bis 75 Euro je Schüttraummeter an; getrocknetes ofenfertiges Nadelholz kostet mittlerweile sogar bis zu 100 Euro je Schüttraummeter.
Angesichts dieser Entwicklungen rät man Verbrauchern dringend dazu, sorgfältig Preise sowie Lieferkonditionen zu vergleichen, um die besten Angebote zu finden.
