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Traktorunfall im Trinkwasserschutzgebiet führt zu Chemikalienaustritt

Am vergangenen Freitagabend kam es im hessischen Vogelsbergkreis zu einem schweren Vorfall, bei dem eine Feldspritze in einem Trinkwasserschutzgebiet umkippte. Der Unfall ereignete sich in der Nähe von Romrod, als ein 49-jähriger Landwirt aus Gemünden mit seinem Traktor und der angehängten Pflanzenschutzspritze auf einem Wirtschaftsweg zwischen Ober-Breidenbach und Storndorf von der Fahrbahn abkam. In Höhe eines Bachlaufs geriet der einachsige Anhänger ins Straucheln und kippte um, wobei gefährliche Chemikalien teilweise in den Bachlauf ausliefen.

Sofort nach dem Unfall wurden die zuständigen Umwelt- und Wasserschutzbehörden alarmiert, um eine mögliche Gefährdung des Grundwassers zu überprüfen. Die schnelle Reaktion der lokalen Feuerwehren, die mit 61 Einsatzkräften vor Ort waren, verhinderte schlimmere Umweltschäden. Die Feuerwehrleute setzten spezielle Maßnahmen ein, um das weitere Eindringen der Chemikalien ins Erdreich zu stoppen und das bereits ausgelaufene Gemisch sicher zu entfernen.

Ein Mitarbeiter der unteren Wasserschutzbehörde koordinierte die Aktionen mit dem Gesundheitsamt, welches bestätigte, dass zu keiner Zeit eine direkte Gefahr für das Grundwasser bestand. Nachdem das restliche Chemikaliengemisch aus dem Tank abgepumpt war, konnte die Pflanzenschutzspritze geborgen und wieder aufgerichtet werden.

Die Polizeistation Alsfeld, die ebenfalls im Einsatz war, bezifferte den entstandenen Sachschaden auf etwa 25.000 Euro. Glücklicherweise wurden bei dem Unfall keine Personen verletzt. Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit strenger Sicherheitsvorkehrungen und sofortiger Notfallreaktionen, um die Risiken für die Umwelt und die öffentliche Gesundheit in solchen Schutzgebieten zu minimieren.

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