Für die Milchviehfütterung spielt der Erntezeitpunkt des Silomaises eine zentrale Rolle. Maßgeblich ist dabei der Trockensubstanzgehalt, der je nach Zusammensetzung der Ration zwischen 28 und 36 Prozent liegen sollte. Werte außerhalb dieses Bereichs können zu Einbußen in der Futterqualität führen und die Gefahr von Fehlgärungen erhöhen.
Von besonderer Bedeutung ist die richtige Aufbereitung des Erntegutes. Ein gleichmäßig feines Häckselbild erleichtert die Verdichtung im Silo und trägt so zur Haltbarkeit der Silage bei. Damit sich keine unerwünschten Mikroorganismen vermehren, sollte der Mais unmittelbar nach der Ernte eingelagert werden.
Im Anschluss an die Einlagerung steht das Verdichten des Silos im Vordergrund. Eine möglichst vollständige Verdrängung von Sauerstoff ist notwendig, um eine stabile Gärung zu erreichen. Nach Abschluss dieser Arbeit muss das Silo luftdicht abgedeckt werden, damit keine Nacherwärmung einsetzt und die Qualität des Futters erhalten bleibt.
Auch während der Entnahme ist Sorgfalt gefragt. Ein sauberer Schnitt an der Silowand und eine Vermeidung von Luftzutritt sichern die Stabilität der Silage über den gesamten Fütterungszeitraum.
Neben diesen technischen Aspekten kommt der Auswahl des passenden Siliermittels eine wichtige Funktion zu. Je nach Ausgangsbedingungen und gewünschter Wirkung lassen sich verschiedene Mittel einsetzen, die entweder Fehlgärungen unterbinden oder die aerobe Stabilität fördern. Eine gleichmäßige Dosierung ist dabei unerlässlich, um die angestrebte Wirkung zu erzielen.
