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John Deere integriert autonome GUSS-Sprühtechnik

John Deere hat die vollständige Übernahme von GUSS Automation abgeschlossen und erweitert damit sein Portfolio um vielversprechende autonome Sprühsysteme. Die Übernahme baut auf einer seit 2022 bestehenden Kooperation auf und erfolgt im Sinne einer strategischen Erweiterung des Angebots für Spezialkulturen wie Obst- und Weinbau.

Schon seit der Gründung 2018 entwickelt GUSS speziell auf Obstgärten, Weinberge und Beetanbau zugeschnittene Sprühsysteme. Dank GPS, LiDAR, Fahrzeug-Sensoren und eigener Software lassen sich diese Geräte präzise und effizient steuern. Ein einzelner Bediener kann bis zu acht Geräte gleichzeitig überwachen, wodurch Arbeitskosten und Materialeinsatz reduziert werden. Weltweit sind bisher über 250 Maschinen im Einsatz, die mehr als 2,6 Millionen Hektar bewirtschaftet und dabei über 500.000 autonome Betriebsstunden erzielt haben.

In Zukunft sollen GUSS-Geräte weiterhin exklusiv über das John-Deere-Händlernetz verkauft und gewartet werden. Die Marke, das Team und das Werk in Kingsburg (Kalifornien) bleiben bestehen. John Deere will GUSS künftig stärker global ausrichten und intensiv mit eigenen Präzisionstechnologien vernetzen, etwa mit dem Smart-Apply-System, das den gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ermöglicht und so Chemikalien- und Wasserverbrauch reduzieren kann – laut Hersteller um bis zu 50 %.

Insgesamt stärkt John Deere damit seine Position im Bereich der hochpreisigen Spezialkulturen. Die Kombination aus erprobter Robotiktechnologie sowie digitalen Steuerungs- und Dosiersystemen erweitert die Möglichkeiten für eine effiziente, präzisere Pflanzenschutzstrategie und unterstützt Betriebe bei der Bewältigung von Arbeitskräftemangel und steigenden Aufwänden.


Quellen:

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