Ein verheerender Brand hat am 7. Januar im niedersächsischen Flöthe, gelegen zwischen Braunschweig und Goslar, etwa 300 Schweine das Leben gekostet. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar, jedoch beziffert die Polizei den entstandenen Schaden auf eine sechsstellige Summe. Für den betroffenen Tierhalter bedeutet dies nicht nur einen finanziellen Verlust, sondern auch einen immensen emotionalen Schlag.
Strafanzeige von Tierrechtlern
Zusätzlich zu diesem tragischen Ereignis sieht sich der Landwirt nun mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Die Tierrechtsorganisation Peta hat infolge der Berichterstattung über den Vorfall eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig eingereicht. Die Organisation kritisiert seit langem die aktuellen Brandschutzmaßnahmen in der Tierhaltung als unzureichend und fordert strengere Gesetze zum Schutz von Nutztieren.
Mängel im Brandschutz und Löschwasserversorgung
Peta hebt hervor, dass nicht nur die Brandschutzvorkehrungen in vielen Ställen mangelhaft seien, sondern auch die Versorgung mit Löschwasser oft zu wünschen übrig lasse. Dies führe dazu, dass Tiere bei Bränden entweder ersticken oder verbrennen. Jährlich seien Zehntausende Tiere diesen Gefahren ausgesetzt, da bestehende gesetzliche Vorgaben nicht ausreichen würden.
Forderungen nach politischen Maßnahmen
Laut einer Peta-Referentin liegt es an den Behörden und Landwirten, den Schutz der Tiere im Falle eines Brandes sicherzustellen. Es wird gefordert, dass die Politik aktiv wird und schärfere Regelungen einführt, um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern. Der Schutz von Nutztieren müsse stärker in den Fokus rücken.
Kritik an der Fleischerzeugung
In einem breiteren Kontext sieht Peta das Problem auch in der grundsätzlichen Bewertung von Tieren als Produktionsgüter innerhalb der Fleischerzeugung. Bei Stallbränden werde häufig nur der materielle Schaden berücksichtigt, während das Leid der Tiere in den Hintergrund trete. Die Organisation plädiert für eine Agrarwende hin zu einer tierfreien Landwirtschaft als langfristige Lösung.
