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Vorbeugung von Milchfieber bei Kühen durch optimierte Calciumversorgung

Eine effektive Strategie zur Vorbeugung von Milchfieber bei Kühen ist die kontrollierte Calciumversorgung vor der Kalbung. Milchfieber, eine Erkrankung die durch einen signifikanten Abfall des Blutcalciumwertes bei der Geburt entsteht, betrifft schätzungsweise 3 bis 7 Prozent aller kalbenden Kühe in ihrer klinischen Form. Darüber hinaus leiden rund 40 Prozent aller kalbenden Kühe und mehr als die Hälfte der Mehrkalbskühe unter einem subklinischen Calciummangel, der ebenfalls schwerwiegende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann.

Eine wichtige Maßnahme zur Prävention dieser Erkrankung ist die zurückhaltende Verabreichung von Calcium vor der Geburt. Dies allein ist jedoch nicht ausreichend, um das Risiko umfassend zu minimieren. Rund um die Kalbung kann der Einsatz von Calciumbolus helfen, akuten Mangelzuständen entgegenzuwirken.

Der subklinische Mangel beeinflusst nicht nur die unmittelbare Gesundheit der Kuh, sondern erhöht auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Ketose, Labmagenverlagerung, Nachgeburtsverhaltungen, Endometritis und Fruchtbarkeitsstörungen. Um den Effekten des Calciummangels effektiv entgegenzuwirken, ist eine gezielte Mineralstoffversorgung entscheidend. Neben Calcium spielen auch Phosphor, Magnesium und Kalium eine wichtige Rolle in der Diät der Tiere.

Wichtig ist, dass eine Überdosierung von Calcium in der Nahrung während der Trockensteherzeit vermieden wird, da ein Zuviel an Calcium die körpereigene Mobilisation von Calcium hemmen kann. Eine angepasste Reduktion der Calciumzufuhr kann hingegen die körpereigene Calciummobilisation fördern und die Calciumaufnahme über den Darm stimulieren. Gegen Ende der Trächtigkeit liegt der Calciumbedarf der Kühe bei etwa 35 bis 40 Gramm pro Tag.

Es ist entscheidend, dass die Rationen während der Trockenstehzeit gezielt mit moderaten Calciumgehalten gestaltet werden, um die Calciummobilisation zu unterstützen. Frühzeitige präventive Maßnahmen sind essentiell, um das Auftreten von Milchfieber zu reduzieren und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Milchkühe zu sichern.

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