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Grenzregionen stärken Rinder-Impfungen gegen LSD: 1,5 Mio. Tiere betroffen

Im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Spanien stehen Landwirte vor einer massiven Herausforderung, da die Bekämpfung der Lumpy Skin Disease (LSD) in vollem Gange ist. Über 1,5 Millionen Rinder sollen geimpft werden, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Diese Maßnahme folgt auf neue Infektionen auf französischer Seite der Grenze, wie das Magazin Boerderij berichtet.

Französische Maßnahmen zur Eindämmung von LSD

Im Département Ariège in den Pyrenäen wurden Anfang Januar zwei neue LSD-Fälle festgestellt. Diese Nähe der Infektionsherde sei besorgniserregend, erklärte Philippe Lacube von der regionalen Landwirtschaftskammer. Als Reaktion darauf hat die französische Landwirtschaftsministerin Annie Genevard eine Ausweitung des Impfprogramms angekündigt.

Im Südwesten Frankreichs sind nun insgesamt 750.000 Rinder für die Impfung vorgesehen. Bereits 539.579 Tiere, das entspricht 75 % des geplanten Kontingents, haben bisher die Impfung erhalten. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine weitere Verbreitung nach Norden zu verhindern.

Spanien verstärkt Schutzmaßnahmen

Auch Spanien hat angesichts der Situation in Frankreich seine Anstrengungen verstärkt. In Nordspanien werden derzeit zusätzliche 586.468 Rinder auf 6.849 Betrieben geimpft, teilte das spanische Landwirtschaftsministerium mit. Hinzu kommen 152.895 Tiere auf etwa 2.000 Betrieben in bereits bestehenden Schutzzonen.

In der Provinz Girona wurden seit Oktober insgesamt 17 Fälle von LSD bestätigt, wobei diese Zahl seit Wochen stabil geblieben ist.

Bedeutung für landwirtschaftliche Betriebe

Für landwirtschaftliche Betriebe in den betroffenen Regionen bedeutet dies erhöhte logistische und personelle Anforderungen zur Durchführung der Impfungen und Kontrolle der Tiere. Landwirte müssen zudem mit möglichen Einschränkungen im Handel rechnen, da infizierte Gebiete unter Quarantäne gestellt werden könnten.

Trotz dieser Herausforderungen bietet das umfassende Impfprogramm einen wichtigen Schutz gegen die Ausbreitung von LSD und damit auch gegen wirtschaftliche Verluste durch krankheitsbedingte Produktionsausfälle.

  • Schutzmaßnahmen: Umfassende Impfungen zur Eindämmung von LSD
  • Ziel: Verhinderung der Ausbreitung nach Norden
  • Betriebe: Logistische Herausforderungen durch Impfanforderungen

Sowohl Frankreich als auch Spanien zeigen mit ihren schnellen Reaktionen und großflächigen Maßnahmen Entschlossenheit im Kampf gegen diese Tierseuche, was entscheidend für die Stabilität der regionalen Landwirtschaft sein könnte.