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Deutschland droht Dürre: Boden zu trocken trotz Schnee und Frost

Der Winter 2025/2026 war in Deutschland geprägt von Frost und Schnee, dennoch bleibt die Bodenfeuchte vielerorts unzureichend. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) verdeutlicht mit seinem Dürremonitor, dass über 80 % der Böden als zu trocken eingestuft sind, während etwa ein Viertel unter außergewöhnlicher oder extremer Dürre leidet. Diese Bedingungen könnten das Wachstum von Ackerkulturen erheblich beeinträchtigen.

Unzureichende Niederschläge trotz winterlicher Bedingungen

Im Vergleich zu den vieljährigen Durchschnittswerten war der Niederschlag im Dezember 2025 mit durchschnittlich nur 22 Litern pro Quadratmeter deutschlandweit deutlich unterdurchschnittlich. Der Januar folgte mit etwa 39 Litern pro Quadratmeter, was lediglich 60 % des langjährigen Mittels entspricht. Die anhaltenden Frostperioden verhinderten zudem das Einsickern von Tauwasser in tiefere Bodenschichten, was die Grundwasserneubildung zusätzlich erschwerte.

Bereits im November blieb der Regen in vielen Regionen aus, und die Situation verschärfte sich im Dezember weiter. Lediglich im äußersten Norden und Süden Deutschlands fielen angemessene Niederschlagsmengen. Diese trockenen Bedingungen führen dazu, dass das dringend benötigte Wasser oberflächlich abfließt, ohne die Böden nachhaltig zu durchfeuchten.

Frühjahrsprognosen und mögliche Auswirkungen

Ein Rückblick auf das Frühjahr 2025 zeigt, dass es extrem trocken war. Zwischen Februar und Mitte April fielen nur etwa 40 Liter Regen pro Quadratmeter – ein Defizit von rund 68 % gegenüber dem langjährigen Mittel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet von einem Niederschlagsdefizit zwischen 75 und 150 Litern pro Quadratmeter in vielen Regionen.

Um eine Wiederholung solcher Trockenperioden zu vermeiden, wäre es essentiell, dass spätestens im März oder April ausreichende Regenmengen fallen. Dann beginnt das Wintergetreide zu schieben, Raps wächst kräftig und Sommerungen werden gesät. Ohne nennenswerte Niederschläge könnte es ab Mai für viele Kulturen kritisch werden.

Zukunftsaussichten: Hoffnung auf mehr Regen

Die Vorhersagemodelle deuten auf durchschnittliche bis leicht überdurchschnittliche Regenmengen im Frühjahr hin. Zudem könnte es etwas wärmer werden als üblich für die Monate März bis Mai. Dennoch bleiben diese Prognosen mit Unsicherheiten behaftet, weshalb Landwirte sich flexibel auf mögliche Szenarien einstellen müssen.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein für die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland. Nur durch angemessene Wetterbedingungen kann eine gute Ernte gewährleistet werden.

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