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Weizen stabil, Kartoffeln stagnieren: Aktuelle Agrarmarkt-Trends

Die Entwicklungen an den Agrarbörsen der vergangenen Woche zeigen für Landwirte sowohl Herausforderungen als auch Chancen auf. Insbesondere die Märkte für Weizen, Raps und Mais standen im Fokus, während bei Kartoffeln und Milchprodukten wenig Bewegung zu verzeichnen war.

Weizenmarkt zeigt gemischte Signale

Am Weizenmarkt endete der Handel an der Euronext am Freitag mit uneinheitlichen Ergebnissen. Der März-Kontrakt gewann 0,75 € und schloss bei 186,50 €/t. Trotz dieser Erholung verzeichnete der Markt ein Wochenminus von 2,50 €, was einem Rückgang von 1,3 % entspricht. Auch die Weizenfutures an der CBoT konnten ein leichtes Plus von 2 Cent verbuchen, blieben jedoch in der Wochenbilanz um 19,5 Cent oder 3,8 % im Minus. Ein schwächerer Euro und die Wiedereinführung einer Exportsteuer auf russischen Weizen könnten künftig die Exportmöglichkeiten für europäische Anbieter verbessern.

Rapsmarkt unter Druck

Für Rapsproduzenten bleibt die Lage angespannt: Die Futures an der Euronext setzten ihren Abwärtstrend fort und fielen um weitere 6,75 € auf nunmehr 454,25 €/t. Dies summiert sich zu einem Wochenverlust von 21,50 € oder 4,5 %. Belastende Faktoren sind unter anderem sinkende Preise für Sojabohnen in Chicago sowie Canola und Palmöl auf anderen Märkten.

Mais mit leichtem Plus

Der Maismarkt konnte sich stabiler präsentieren. Während die Preise in den USA vor dem Wochenende minimal nachgaben – der März-Termin sank um 0,75 Cent auf 4,44 US-$/t –, brachte die Woche insgesamt dennoch einen Gewinn von 3 Cent (0,7 %). Unterstützung erhält der Markt durch eine hohe Nachfrage aus den Ethanolfabriken sowie robuste Exportanfragen.

Kartoffelmarkt ohne Bewegung

Für Kartoffelbauern bleibt die Situation unverändert. Die Futures für April-Kontrakte 2026 verharren seit Wochenbeginn bei stabilen Preisen von 6 €/dt bzw. 22,50 €/dt für April 2027. Niedrige Kassamarktpreise verhindern derzeit eine Erholung am Terminmarkt.

Milchprodukte: Unterschiedliche Tendenzen

Im Bereich Milchprodukte setzt Butter ihre Erholung fort und erreichte einen Schlusskurs von 4.244 €/t – ein Wochenplus von 82 €. Im Gegensatz dazu fiel Magermilchpulver auf ein neues Laufzeittief von 2.018 €/t zurück – das niedrigste Niveau seit August 2020. Das Überangebot auf dem Weltmarkt belastet hier weiterhin die Preise.

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