Am Morgen des 4. März 2026 verzeichnen die internationalen Ölpreise nach einem vorherigen Anstieg eine leichte Stabilisierung, doch die Futures zeigen bereits wieder eine aufwärtige Tendenz. Auch bei den Heizöl-Notierungen sind weitere Preissteigerungen zu erwarten.
Ölpreis-Entwicklung und Währungsbewegungen
Der aktuelle Preis für Mai-Kontrakte der Nordsee-Ölsorte „Brent“ liegt bei 84 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im März wird derzeit mit 1.050 Dollar gehandelt. Der Euro verliert gegenüber dem Dollar weiter an Wert und notiert aktuell bei etwa 1,16 Dollar.
Einfluss des Nahost-Konflikts
Der andauernde Krieg im Nahen Osten hat die Ölpreise angetrieben, wobei die Gasöl-Futures den höchsten Stand seit über drei Jahren erreicht haben. Gewinnmitnahmen führten jedoch zu einem Schlusskurs unterhalb der Tageshöchststände. US-Präsident Trump kündigte an, Marinebegleitschutz für Öltanker in der Straße von Hormus bereitzustellen und Transportversicherungen günstig anzubieten, um einer Energiekrise entgegenzuwirken. Die Umsetzung dieser Maßnahmen bleibt abzuwarten.
Die jüngsten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) wirken ebenfalls preissenkend: Ein Anstieg von 5,6 Millionen Barrel Rohöl und eine leichte Zunahme bei Destillaten stehen einem stärkeren Rückgang der Benzin-Vorräte um 3,3 Millionen Fass gegenüber.
Krisenwährung US-Dollar und Inflation
Am Devisenmarkt zeigt sich der US-Dollar als stark nachgefragte Krisenwährung. Parallel dazu sorgt ein höherer EU-Verbraucherpreisindex für Aufmerksamkeit: Im Februar stieg dieser um 1,9 Prozent statt der erwarteten 1,7 Prozent.
Anstieg der Heizölpreise
In Deutschland sind die Heizölpreise innerhalb von zwei Tagen um rund 30 Cent pro Liter gestiegen und haben den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren erreicht. Für heute wird ein weiterer Anstieg um zwei bis vier Cent pro Liter erwartet. Angesichts des nahenden Endes der Heizperiode und bislang ungestörter Warenverfügbarkeit scheint dieser Preisanstieg übertrieben.

