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Spargel: Warum Deutschland auf ausländische Lieferungen angewiesen ist?

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 19.300 Tonnen Spargel aus dem Ausland importiert. Dies entspricht einem Rückgang von 2% im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten dieser Importe erfolgten zwischen März und Juni, wenn die heimische Ernte noch nicht verfügbar war. Griechenland war dabei das wichtigste Herkunftsland für importierten Spargel, gefolgt von Spanien, Italien, Mexiko und Peru.

Spargelanbau in Deutschland: Geringe Erntemengen im Vergleich zu Importen

Obwohl Deutschland im vergangenen Jahr eine Gesamternte von rund 111.900 Tonnen Spargel verzeichnete, blieb die Menge im Vergleich zu den Importen relativ gering. Niedersachsen war der größte Produzent von Spargel, gefolgt von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Ein möglicher Grund für die niedrige Erntemenge könnte der Rückgang der Anbauflächen sein, der im Vergleich zum Vorjahr um 4% gesunken ist.

Preisschwankungen und Verfügbarkeit von deutschem Spargel

Der erste Freilandspargel aus Deutschland ist in der Regel ab März oder April erhältlich, jedoch zu einem vergleichsweise hohen Preis. Im April 2023 lagen die Erzeugerpreise für Spargel um 34,6% über dem Preis im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr war der Preis jedoch um 9,9% gesunken.

Der deutsche Spargelanbau ist geprägt von geringen Erntemengen im Vergleich zu den Importen aus dem Ausland. Obwohl Deutschland eines der größten Spargelanbauflächen in Europa hat, sind die Erträge im Vergleich zu anderen Ländern relativ niedrig. Die Preisschwankungen und die begrenzte Verfügbarkeit von deutschem Spargel spielen ebenfalls eine Rolle für die hohe Nachfrage nach importiertem Spargel. In Zukunft könnte eine Erhöhung der Anbauflächen und eine effizientere Produktion dazu beitragen, die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen zu verringern.

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