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Herkunftskennzeichnung erweitert ab 2026

Seit Beginn des Jahres 2026 haben Hersteller die Möglichkeit, ein neues Rohstoff-Zeichen zu nutzen, das die deutsche Herkunft in Mischprodukten kennzeichnet. Diese Neuerung wurde von der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) auf der Grünen Woche 2026 vorgestellt und ermöglicht eine klare Auszeichnung für Produkte mit mehreren Zutaten.

Erweiterte Kennzeichnungsmöglichkeiten

Bisher war das Kennzeichnungssystem nur auf unverarbeitete Produkte anwendbar. Nun können jedoch auch Mischprodukte mit dem Hinweis auf die Herkunft ihrer Hauptzutaten versehen werden. So kann beispielsweise bei einem Kartoffelsalat explizit angegeben werden, dass die Kartoffeln aus deutscher Landwirtschaft stammen. Diese Erweiterung stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der Lebensmittelkennzeichnung dar.

Neue Produktgruppen integriert

Zusätzlich zur Kennzeichnung von Hauptzutaten wurden auch die zeichenfähigen Produktgruppen erweitert. Neben den bisherigen Kategorien sind jetzt auch neue Erzeugnisse wie Getreide, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Zucker, Fruchtsaft, Honig sowie Pflanzen und Blumen unter dem neuen System kennzeichnungsfähig.

Lücken im Kennzeichnungsrecht geschlossen

Peter Jürgens, Geschäftsführer der ZKHL, erklärte, dass das neue Rohstoff-Zeichen eine bisherige Lücke im Kennzeichnungsrecht schließt. Diese Lücke bestand insbesondere bei gemischten und verarbeiteten Produkten aufgrund der bisherigen gesetzlichen Regelungen. Das Zeichen soll dazu beitragen, die Transparenz bezüglich der deutschen Herkunft wesentlicher Rohstoffe zu erhöhen.

Potenzial für die Industrie

In einer Diskussionsrunde mit Vertretern verschiedener Verbände wie Westfleisch und dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft wurde das Potenzial des neuen Systems beleuchtet. Franz-Josef Holzenkamp vom Deutschen Raiffeisenverband sieht darin große Chancen für die weiterverarbeitende Industrie. Die Möglichkeit, deutsche Agrarrohstoffe ohne zusätzliche gesetzliche Maßnahmen sichtbar zu machen, wird als positiv bewertet.

Das ursprüngliche Herkunftszeichen „Gutes aus Deutscher Landwirtschaft“ besteht seit 2024 und wird im Lebensmitteleinzelhandel genutzt. Die ZKHL fördert durch dieses Zeichen den Dialog zwischen Handel und Landwirtschaft und erleichtert es Verbrauchern, sich über die Herkunft ihrer Lebensmittel zu informieren.

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