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FAO erwartet Rekordmenge bei globaler Getreideernte

Nach aktuellen Einschätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) könnte die weltweite Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2025/26 einen neuen Höchststand erreichen. Laut dem jüngsten Bericht aus dem Mai wird das Gesamtvolumen voraussichtlich 2,911 Milliarden Tonnen betragen. Damit läge die Ernte um 2,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für alle bedeutenden Getreidearten wird mit einem Zuwachs gerechnet. Besonders stark soll der Anstieg bei Mais ausfallen, während bei Weizen nur ein geringes Plus erwartet wird. Auch Reis und Sorghum dürften neue Rekordmengen erzielen. Diese Entwicklung ergibt sich aus verbesserten Anbaubedingungen in mehreren Produktionsregionen weltweit.

Das weltweite Getreideaufkommen soll jedoch nicht nur steigen, sondern auch mit einer Zunahme des Verbrauchs einhergehen. Für das kommende Jahr prognostiziert die FAO einen Anstieg des Gesamtkonsums um 0,9 Prozent gegenüber 2024/25 – auf rund 2,898 Milliarden Tonnen. Die höhere Nachfrage betrifft sowohl Nahrungszwecke als auch industrielle und tierische Verwertung.

Da die prognostizierte Erntemenge voraussichtlich den globalen Bedarf übersteigen wird, erwartet die FAO einen leichten Aufbau der weltweiten Vorräte. Im Vergleich zum Beginn des Wirtschaftsjahres 2025/26 könnten die Lagerbestände um rund 1 Prozent beziehungsweise 8,3 Millionen Tonnen wachsen und einen Umfang von 873,6 Millionen Tonnen erreichen. Damit würde ein Teil der Vorratsverluste aus der aktuellen Saison wieder ausgeglichen.

Auch im weltweiten Handel mit Getreide ist für 2025/26 ein moderates Wachstum in Sicht. Nach einem Rückgang von fast sieben Prozent im laufenden Jahr soll sich das Handelsvolumen im Folgejahr um 1,9 Prozent auf 487,1 Millionen Tonnen erholen. Die FAO führt dies vor allem auf die Erholung der Weizenausfuhren zurück, deren Volumen um 3,8 Prozent auf 200,6 Millionen Tonnen steigen könnte. Auch der globale Handel mit Futtergetreide soll leicht um 0,9 Prozent auf 226,4 Millionen Tonnen zulegen.

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