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Uneinheitliche Entwicklung der Ölpreise auf internationalen Märkten

Am Freitag zeigten sich die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten uneinheitlich. Während die Preise für Rohöl weitere Abschläge verzeichneten, blieben die Futures für Gasöl weitgehend stabil. Entsprechend werden die Heizöl-Notierungen in Deutschland zu Beginn der neuen Handelswoche nur geringfügige Veränderungen aufweisen.

Die Juni-Kontrakte für das europäische Nordsee-Öl „Brent“ standen zuletzt bei 83,50 US-Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl für die Lieferung im Mai 748 Dollar kostete. Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar leicht zulegen und wurde am Morgen zu Kursen um 1,0760 US-Dollar gehandelt.

Die jüngsten politischen Ereignisse hatten zunächst zu einem Anstieg der Rohölpreise geführt, doch in den letzten Wochen kam es zu einem Rückgang. Derzeit suchen die Ölhändler nach einer neuen Orientierung. Obwohl die Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas in Kairo zu scheitern drohen, wird der Konflikt im Nahen Osten voraussichtlich keinen erheblichen Einfluss auf die Preisbildung haben, da eine Ausweitung des Konflikts derzeit unwahrscheinlich erscheint.

Die OPEC+ plant, ihre Produktionskürzungen fortzuführen, was voraussichtlich ein baldiges Thema für Marktakteure sein könnte. Jedoch zeigt sich die Nachfrageseite zuletzt eher schwach, beeinflusst durch geringere Öleinfuhren Chinas und die zunehmende Elektrifizierung, die den Ölverbrauch reduziert. Zusätzlich belastet die schwache Konjunkturentwicklung in den Hauptverbrauchsländern USA und China die Nachfrage.

Der saudische Ölkonzern Aramco hat bereits angekündigt, die Preise für Juni-Lieferungen nach Europa und Asien zu erhöhen, und die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist weiter gesunken.

Am Devisenmarkt konnte der Euro nur kurzfristig von den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten profitieren, die Hoffnungen auf Zinssenkungen durch die Federal Reserve weckten. Trotz eines kurzen Anstiegs über die Marke von 1,08 US-Dollar fiel die Gemeinschaftswährung jedoch schnell wieder zurück.

Die Heizölpreise in Deutschland zeigen sich derzeit stabil und bieten eine gute Gelegenheit für Verbraucher, sich zu attraktiven Preisen mit Heizöl einzudecken oder Vorräte für die kommende Heizperiode anzulegen. Die aktuellen Marktentwicklungen lassen für heute nur geringe Preisänderungen erwarten, wobei die Tendenzen am Morgen auf leicht steigende Notierungen hindeuten.

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