In den vergangenen Tagen verzeichneten die internationalen Ölpreise eine Berg- und Talfahrt. Nachdem die Notierungen zunächst gestiegen waren, kam es zu einem leichten Rückgang, insbesondere bei Gasöl. Diese Entwicklung wird voraussichtlich auch die Heizölpreise in Deutschland beeinflussen, die mit Abschlägen in den Handel starten dürften.
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Ölmarkt von Wetterextremen und geopolitischen Spannungen beeinflusst
Der Preis für die europäische Nordsee-Ölsorte „Brent“ liegt aktuell bei 65,30 Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Februar für 674 Dollar gehandelt wird. Die jüngsten Preissteigerungen sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Extremes Winterwetter in Nordamerika, sinkende Gasspeicherbestände in Europa und politische Spannungen im Nahen Osten haben zu einer Angebotsverknappung geführt.
Diese Entwicklungen haben die Rohölpreise auf ein Mehrmonatshoch getrieben, obwohl gestern Gewinnmitnahmen einsetzten. Analysten schätzen, dass die Produktionsausfälle in den USA durch Kältewellen derzeit bei rund zwei Millionen Barrel pro Tag liegen, was etwa 15 Prozent der gesamten US-Ölproduktion entspricht. Dies hat auch die Erdgaspreise erheblich beeinflusst.
Technische Erholung am Schwarzmeerhafen bringt Entlastung
Auf der anderen Seite wirkt sich die Wiederherstellung des Ölterminals am Schwarzmeerhafen Noworossijsk preisdrückend aus. Das Terminal war zuvor durch einen Drohnenangriff beschädigt worden. Marktteilnehmer erwarten weiterhin Impulse aus den Bestandsdaten der USA sowie vom bevorstehenden OPEC+ Treffen.
Währungseinflüsse auf den Ölpreis
Am Devisenmarkt verliert der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter an Wert. Dies liegt vor allem an dem abnehmenden Vertrauen in die US-Regierung und deren umstrittenem Vorgehen gegen die eigene Notenbank. Dies könnte den Dollar noch weiter unter Druck setzen.
Aussichten für den deutschen Heizölmarkt
Für den deutschen Markt bedeuten diese Entwicklungen gute Voraussetzungen für einen Preisrückgang beim Heizöl. Erste Berechnungen deuten darauf hin, dass sich die Preise um einen halben bis einen Cent pro Liter verringern könnten. Damit bewegen sich die Notierungen weiterhin auf dem Durchschnittsniveau der letzten drei Monate und bleiben deutlich unter den Januar-Ständen der vergangenen Jahre.
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