Die globalen Ölpreise steigen erneut an den Warenterminmärkten, nachdem sie eine kurze Ruhephase eingelegt hatten. Gestern erreichten sie neue Höchststände, was auch die Heizölpreise weiter nach oben treibt.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Öl- und Devisenmarkt in Bewegung
Die März-Kontrakte für Brent-Öl aus der Nordsee notieren derzeit bei knapp 68 Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Februar mit 692 Dollar gehandelt wird. Der Euro hat gegenüber dem Dollar an Wert gewonnen und wird aktuell bei etwa 1,20 Dollar gehandelt.
Der ungewöhnlich starke Kälteeinbruch in Nordamerika beeinflusst weiterhin den Ölmarkt, wodurch die Rohölpreise den höchsten Stand seit rund fünf Monaten erreicht haben. Die zuvor kontinuierlich gestiegenen US-Ölbestände könnten sich in naher Zukunft verringern, zumal aktuelle API-Daten einen leichten Rückgang der Rohölvorräte zeigen. Spannend erwarten Marktteilnehmer die heutigen Daten des US-Energieministeriums (DOE), die umfangreicher und einflussreicher sind.
Globale Faktoren und Währungseinflüsse
Weitere Faktoren, die zu den Preisanstiegen beitragen, sind die verzögerte Wiederaufnahme der Ölproduktion am Tengiz-Feld in Kasachstan und Befürchtungen einer Eskalation im Iran. Hinzu kommen niedrige Gasvorräte in Europa und die Abwertung des US-Dollars, was das in Dollar gehandelte Öl für Käufer außerhalb der USA günstiger macht. Der Euro hat im Vergleich zur US-Währung seinen höchsten Stand seit Juni 2021 erreicht, was teilweise auf politische Entscheidungen unter Trump zurückgeführt wird.
Blick auf die Zinspolitik
Im Devisenmarkt richten sich alle Augen auf die heutige Zinssitzung der US-Notenbank. Der jüngste deutliche Rückgang des Dollars macht eine weitere Zinssenkung unwahrscheinlich, da dies die Inflation weiter anheizen könnte. Trotz der Währungsgewinne werden Heizölpreise aufgrund steigender internationaler Ölpreise heute mit einem Anstieg starten.
Laut aktuellen Berechnungen wird ein Anstieg von etwa einem halben bis einem Cent pro Liter erwartet. Die Notierungen erreichen damit wohl den höchsten Stand seit Ende November, bleiben aber immer noch deutlich unter den Spitzenwerten der letzten drei Jahre.
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