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Heute liegt der durchschnittliche Preis für lose Holzpellets bei ...

 

Ölpreise unter Druck durch Handelsstreitigkeiten

Zu Beginn der Woche zeigten sich die Ölpreise auf den internationalen Warenterminmärkten trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle erstaunlich stabil. Allerdings führten die von China verhängten Gegenzölle dazu, dass die Futures am heutigen Morgen Druck verspürten. Dies wirkte sich ebenfalls auf die Heizöl-Notierungen in Deutschland aus, die nun merklich fallen.

Die April-Kontrakte für die europäische Nordsee-Ölsorte „Brent“ notieren aktuell bei 75,20 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl für die Lieferung im Februar wird momentan zu einem Preis von 706 Dollar gehandelt. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar leicht erholt und erreicht heute Morgen Kurse um 1,0295 US-Dollar.

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Die Zolldrohungen des US-Präsidenten scheinen Wirkung zu zeigen. Nach der Verhängung von Zöllen in Höhe von 10 bis 25 Prozent auf Einfuhren aus Kanada, Mexiko und China, gaben Mexiko und Kanada nach und kamen den Forderungen der USA bezüglich Grenzkontrollen und Drogenschmuggel nach. Daraufhin wurden die Zölle vorläufig für vier Wochen ausgesetzt. Wie sich das Verhältnis zu China entwickeln wird, bleibt allerdings unklar. Peking kündigte kürzlich Gegenzölle an, die am 10. Februar in Kraft treten sollen. Gespräche zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping sind angekündigt, doch ob diese einen Handelskrieg verhindern können, ist derzeit ungewiss. Auch die Zukunft der Handelsbeziehungen zwischen den USA und Europa ist momentan nicht absehbar.

Die Rohölpreise sind heute Morgen daher unter Druck geraten und dürften in den nächsten Stunden sehr volatil bleiben. Das gestern stattgefundene JMMC-Meeting der OPEC+ ging inmitten des Zollchaos fast unter und spielte kaum eine Rolle am Ölmarkt. Hier wurde die Bedeutung der Förderkürzungen für die Preisstabilität betont und Trumps Forderung nach einer schnellen Erhöhung der Fördermengen zumindest vorläufig zurückgewiesen. Konjunkturdaten aus Europa und den USA fielen indessen besser aus als erwartet und hatten einen stabilisierenden Effekt.

Am Devisenmarkt konnte der Euro sich im Verhältnis zur Ölwährung US-Dollar leicht erholen, was teilweise auf die vorübergehende Aussetzung der US-Zölle gegen Mexiko und Kanada zurückzuführen ist. Ein weiterer Grund dürfte die leicht gestiegene Inflation in der EU sein. Der Verbraucherpreisindex stieg im Januar überraschend von 2,4 auf 2,5 Prozent.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Entwicklungen heute mit Abschlägen starten. Erste Berechnungen deuten auf ein Minus von etwa einem Cent pro Liter hin. Die Nachfrage ist zu Wochenbeginn deutlich gestiegen, da viele Verbraucher ihren Vorrat für den Winter aufstocken. Eine Prognose über die weiteren Preisentwicklungen bei Heizöl bleibt aufgrund der globalen politischen Lage derzeit jedoch spekulativ.

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