Die weltweite Nachfrage nach Raps zeigt eine dynamische Entwicklung, die den Anbau im Wirtschaftsjahr 2026/27 auf ein neues Rekordniveau heben könnte. Eine aktuelle Prognose deutet darauf hin, dass sowohl die Anbaufläche als auch der Ertrag neue Höchstwerte erreichen könnten.
Prognosen für die Rapsanbaufläche
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat in seiner jüngsten Februar-Prognose die globale Anbaufläche für Raps im Jahr 2026/27 leicht nach oben korrigiert. Die aktualisierte Schätzung geht von 44,3 Millionen Hektar aus, was eine Steigerung von 100.000 Hektar im Vergleich zur vorherigen Vorhersage darstellt. Damit wird der Vorjahreswert von 44,1 Millionen Hektar knapp übertroffen.
Steigende Nachfrage als Wachstumstreiber
Die lebhafte Nachfrage treibt Landwirte weltweit dazu an, mehr Fläche für den Rapsanbau bereitzustellen. Während Länder wie Kanada, Australien und die Ukraine bereits ihre Ackerflächen erhöht haben, um den Bedarf zu decken, entfällt ein Großteil des Wachstums auf Regionen wie die Schwarzmeerregion und Ostasien.
Erwartungen an die Rapsproduktion
Mit stabilen Erträgen von etwa 22 Dezitonnen pro Hektar könnte die weltweite Rapsproduktion im Jahr 2026/27 etwa 95,6 Millionen Tonnen erreichen. Das bedeutet nicht nur eine Steigerung um 300.000 Tonnen gegenüber der laufenden Saison, sondern markiert auch einen neuen Rekord.
Anpassungen der Ernteprognosen
Für das Jahr 2025/26 wurde ebenfalls eine Anpassung vorgenommen: Hier wird nun mit einer Produktion von rund 95,3 Millionen Tonnen gerechnet – ein Anstieg von 300.000 Tonnen gegenüber der bisherigen Schätzung und ein Zuwachs von 9,5 Prozent im Jahresvergleich. Größere Ernten in den USA und China tragen maßgeblich zu diesem Plus bei.
Wachsende Nachfrage und Bestände
Angesichts der gestiegenen globalen Verfügbarkeit und besseren Verarbeitungskapazitäten könnte der weltweite Bedarf auf einen neuen Höchststand von 94,4 Millionen Tonnen steigen. Diese Entwicklung wird vor allem durch die asiatische Nachfrage angeführt – insbesondere Indien zeigt Interesse aufgrund des steigenden Bedarfs an Rapsöl.
Lagermengen und Handelsschranken
Am Ende der Saison könnten sich die Lagerbestände auf 10,2 Millionen Tonnen belaufen – ein Plus von rund 1,1 Millionen Tonnen seit Januar. Dies entspricht einem jährlichen Anstieg von fast 14 Prozent. Hingegen wurden Prognosen für den Welthandel leicht nach unten korrigiert: Erwartet werden nun Exporte von etwa 17,8 Millionen Tonnen, was hinter dem Vorjahresvolumen zurückbleibt. Die Europäische Union senkt ihren Importbedarf durch größere eigene Ernten; ebenfalls spielt China mit möglichen Zollerleichterungen eine Rolle bei den geringeren Importmengen aus Kanada.
