Kanada hat sich jüngst einer Reihe von Ländern angeschlossen, die die Nutzung genomeditierten Schweinefleisches erlauben. Diese Schweine sind gegen das Porcine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS) resistent, eine Krankheit, die erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Schweinehaltung verursacht. Das kanadische Gesundheitsministerium in Ottawa hat bestätigt, dass die Sicherheitsprüfung keine besonderen Risiken für Verbraucher aufgezeigt hat. Fleisch aus diesen Tieren gilt als ebenso sicher und nahrhaft wie herkömmliches Schweinefleisch.
Vorteile der Genomeditierung
Die Resistenz gegen PRRS bringt laut Aussagen des Ministeriums zahlreiche Vorteile mit sich. So werde nicht nur das Auftreten von Erkrankungen bei Schweinen minimiert, sondern auch der Einsatz von Antibiotika könne deutlich reduziert werden. Ein solcher Ansatz verbessert das Tierwohl und unterstützt eine nachhaltigere Lebensmittelerzeugung. Darüber hinaus führt dies zu einer stabileren und für Verbraucher erschwinglicheren Nahrungsmittelversorgung.
Markteinführung verzögert
Obwohl Kanada die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen hat, wird es noch einige Zeit dauern, bis das Fleisch dieser genomeditierten Schweine im Handel erhältlich sein wird. Das Unternehmen Genus PLC, verantwortlich für die Kommerzialisierung dieser Tiere, plant den Markteintritt erst dann, wenn auch weitere bedeutende Märkte wie Japan und Mexiko grünes Licht geben. Derzeit sind diese PRRS-resistenten Schweine bereits in den USA sowie in Brasilien, Kolumbien und der Dominikanischen Republik zugelassen.
Insgesamt zeigt diese Entwicklung in Kanada einen wichtigen Schritt hin zu einer technologisch fortschrittlicheren Landwirtschaft auf. Die Genomeditierung bietet Potenzial für eine effizientere und verantwortungsvollere Tierhaltung. Dennoch bleibt abzuwarten, wie schnell sich diese Innovation global durchsetzen wird und welchen Einfluss sie auf den internationalen Agrarmarkt haben könnte.
