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Raps-Preise steigen weiter: Rekord-US-Maisexporte überraschen

In der vergangenen Woche verzeichneten die Agrarmärkte bemerkenswerte Preisbewegungen, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst wurden. Besonders auffällig war der Anstieg der Weizenpreise an den US-Börsen, während der europäische Markt von Nachfragesorgen gebremst wurde.

Anhaltender Aufwärtstrend bei Raps

Die Rapsmärkte zeigten sich weiterhin stark, angetrieben von festeren Preisen für kanadisches Canola und einem robusten Markt für Pflanzenöle. Der Mai-Future an der Euronext legte am Freitag um 4,75 € zu und erreichte damit 476,75 €/t. Über die Woche hinweg ergab sich somit ein Zuwachs von 9,75 € oder 2,1 %. Auch die Sojabohnenpreise an der CBoT stiegen für den März-Termin um 3,75 Cent auf 10,68 US-$/bu.

US-Maisexporte erreichen Rekordniveau

Der Maismarkt beeindruckte durch starke US-Exporte. Laut dem USDA-Bericht wurden in einer Woche 4,0 Millionen Tonnen exportiert – das beste Ergebnis seit 35 Jahren und weit über den Erwartungen. Diese Dynamik führte zu einem Anstieg des März-Futures an der CBoT um 6,5 Cent auf 4,30 US-$/bu. An der Euronext verzeichnete Mais einen Zuwachs von 1,50 € auf 193,75 €/t.

Weizenpreis erreicht Sechswochenhoch

Weizen konnte insbesondere in den USA stark zulegen. Der März-Future stieg an der CBoT um 13 Cent auf 5,29 US-$/bu und erzielte damit einen Wochengewinn von 11,5 Cent oder 2,2 %. Ein schwerer Wintersturm und eine gute Exportnachfrage trugen zu dieser Entwicklung bei. In Europa hingegen stieg der Preis nur leicht um 1,50 € auf 191 €/t.

Kartoffelmarkt bleibt stabil

Auf dem Kartoffelmarkt herrscht weiterhin Ruhe. Neue Abschlüsse sind selten und die Preise bleiben stabil auf niedrigem Niveau. Der April-Kontrakt für das Jahr 2026 sank leicht auf 5,50 €/dt, während der Kontrakt für April 2027 bei 18,50 €/dt notierte.

Milchpulver mit deutlichen Zuwächsen

An der EEX erlebte Magermilchpulver einen deutlichen Preisanstieg. Der April-Future kletterte um 110 € auf ein Vier-Monats-Hoch von 2.310 €/t aufgrund einer verbesserten Exportnachfrage. Währenddessen gab der Butterpreis im April-Kontrakt um 12 € nach und fiel auf 4.038 €/t.

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