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Wacker Neuson bleibt eigenständig: Doosan Bobcat-Übernahme gescheitert

Die geplante Übernahme des Baumaschinenunternehmens Wacker Neuson durch den koreanischen Konzern Doosan Bobcat wurde abgesagt, was zu einem deutlichen Kursrückgang der Aktie führte. Am Donnerstag bestätigte das Unternehmen aus München, dass die Verhandlungen über einen Mehrheitsverkauf eingestellt wurden.

Aktienkurssturz nach geplatztem Deal

Der Abbruch der Verhandlungen hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Aktienmarkt: Im vorbörslichen Handel auf Tradegate fiel die Wacker-Neuson-Aktie um 17 % und lag bei 19,70 €. Die Nachricht von einem möglichen Kaufinteresse seitens Doosan Bobcat im Dezember hatte zuvor für positive Stimmung unter den Aktionären gesorgt.

Übernahmeangebot und Großaktionäre

Doosan Bobcat hatte geplant, etwa 63 % der Anteile von Wacker Neuson zu erwerben. Diese Anteile hätten von bedeutenden Großaktionären wie der PIN Privatstiftung (26 %), der SWRW Verwaltungs-GmbH (17 %) und der Wacker Familiengesellschaft (15 %) stammen sollen. Zudem war ein öffentliches Angebot an alle übrigen Aktionäre vorgesehen.

Stabilität für Weidemann in Korbach

Für den Standort in Korbach, wo die Wacker-Neuson-Tochter Weidemann ansässig ist, bedeutet das Scheitern der Übernahme Stabilität. Seit 2005 gehört Weidemann vollständig zu Wacker Neuson und hat sich mit etwa 600 Mitarbeitern zu einem führenden Hersteller von Radladern in Europa entwickelt.

Auswirkungen auf die Branche vermieden

Neben Weidemann ist auch Kramer Allrad Teil des Wacker-Neuson-Konzerns, welcher weltweit rund 6.000 Mitarbeiter beschäftigt. Eine Übernahme durch Doosan Bobcat hätte erhebliche Veränderungen in der Branche bewirken können, da der koreanische Konzern bereits ähnliche Produkte wie Rad-, Kompakt- und Teleskoplader anbietet.

Zukunftsperspektiven und strategische Ziele

Mit der gescheiterten Übernahme bleibt die Frage offen, ob nun andere Investoren Interesse an Wacker Neuson zeigen werden. Das Unternehmen selbst hält an seiner „Strategie 2030“ fest, die auf nachhaltiges Wachstum abzielt. Langfristig plant der Konzern einen Umsatz von 4 Milliarden Euro sowie eine EBIT-Marge von über 11 % zu erreichen.

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