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BEE fordert flexibles EEG für stabile Energiezukunft der Landwirte

Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist für die deutsche Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung. Die Transformation des Energiesystems könnte weitreichende Auswirkungen auf die Betriebskosten und die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe haben. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat kürzlich in einem Positionspapier hervorgehoben, wie wichtig es ist, den eingeschlagenen Wandel hin zu erneuerbaren Energien fortzusetzen und weiter zu optimieren.

Erneuerbare Energien als Fundament der Zukunft

Laut Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des BEE, sind erneuerbare Energien mittlerweile das Rückgrat der deutschen Energieversorgung. Sie betont, dass die kommende EEG-Novelle entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sei. Eine stabile Versorgung mit erneuerbaren Energien gewährleistet nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern fördert auch die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Wirtschaft. Dies ist gerade für Landwirte von Bedeutung, die auf eine verlässliche und kosteneffiziente Energieversorgung angewiesen sind.

Flexibilität und Systemdienlichkeit im Fokus

Der BEE fordert, dass bestehende Ausbauziele für erneuerbare Energien beibehalten werden sollten. Besonders wichtig sei dabei ein verstärkter Fokus auf Flexibilität und Systemdienlichkeit, um den steigenden Strombedarf durch Elektrifizierung und neue Großverbraucher wie Rechenzentren zu decken. Diese Maßnahmen sollen sowohl den landwirtschaftlichen Betrieben als auch anderen Verbrauchern Investitionssicherheit bieten.

Zugleich spricht sich der BEE dafür aus, die bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen und den Netzausbau voranzutreiben. Flexible Netzanschlussvereinbarungen sowie digitalisierte Verfahren könnten laut Verband helfen, Netzkosten zu reduzieren und den Ausbau zu beschleunigen.

Dezentrale Stromerzeugung als Zukunftsmodell

Heinen-Esser sieht das Ende großer Kraftwerke nahen und betont die Notwendigkeit einer dezentralen Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Das bestehende Stromnetz müsse sich diesem Trend anpassen und flexibler werden, um mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien Schritt zu halten. Verbesserte Steuerbarkeit durch Digitalisierung könne hier entscheidende Vorteile bringen.

Bedeutung steuerbarer Erneuerbarer Energien

Ein weiterer Schwerpunkt des Positionspapiers liegt auf steuerbaren erneuerbaren Energien wie Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Diese Technologien sind sektorenübergreifend unverzichtbar für die Versorgungssicherheit. Im EEG 2027 sollten sie entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden.

Förderung regionaler Wertschöpfung

Um Dezentralität und Vielfalt der Akteure zu bewahren, sieht der BEE einheitliche gesetzliche Rahmenbedingungen als notwendig an. Diese könnten regionale Wertschöpfung durch Bürgerenergieprojekte sowie Energy Sharing fördern und gleichzeitig Akzeptanz stärken.

Anpassungen bei der EEG-Vergütung

Für eine nachhaltige Absicherung von Investitionen schlägt der BEE eine Weiterentwicklung der EEG-Vergütung vor. Diese solle auf zweiseitige Contracts for Difference (CfDs) basieren, um Finanzierungskosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben und gleichzeitig Marktvielfalt sicherzustellen.

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