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Domo-Insolvenz bedroht Chemie-Zulieferer in Sachsen-Anhalt

Die Insolvenz des Chemieunternehmens Domo in Leuna wirft ihre Schatten auf die gesamte Branche. Für viele Landwirte in der Region könnte dies weitreichende Folgen haben, da die landwirtschaftliche Produktion auf eine stabile Versorgung mit chemischen Erzeugnissen angewiesen ist. Insbesondere die Preise für Düngemittel und Pflanzenschutzmittel könnten steigen, was den Druck auf landwirtschaftliche Betriebe erhöht.

Ursachen der Unternehmenskrise

Laut Unternehmensangaben leidet die Domo-Gruppe unter einer anhaltend schwachen Nachfrage innerhalb der europäischen Chemieindustrie. Zusätzliche Belastungen entstehen durch hohe Energiepreise und einen sprunghaften Anstieg von Polyamid-Harz-Importen aus Nicht-EU-Ländern, vor allem aus China. Bereits 2024 versuchte das Management gegenzusteuern und initiierte eine Restrukturierung. Dennoch scheiterten letztlich Gespräche über eine weitere Finanzierung, was zur Insolvenzanmeldung führte.

Folgen für den Industriestandort Leuna

Die drohende Schließung der Domo-Standorte in Deutschland hat weitreichende Auswirkungen auf den Chemiepark in Leuna, wo etwa 15.000 Menschen beschäftigt sind. Sollte die Produktion eingestellt werden, wären auch Zulieferer wie Linde und Total Energies betroffen, was zusätzliche Unsicherheiten für landwirtschaftliche Betriebe schaffen könnte, die von diesen Partnern abhängig sind.

Herausforderungen für Landwirte

Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet die aktuelle Krise eine potenzielle Verteuerung von Betriebsmitteln sowie Unsicherheiten bei der Verfügbarkeit von notwendigen chemischen Produkten. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Abhängigkeit der Landwirtschaft von stabilen Lieferketten und unterstreichen die Notwendigkeit nach alternativen Bezugsquellen oder innovativen Ansätzen im Agrarsektor.

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