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Baywa kassiert Prognose 2025 wegen Risiken bei r.e.

Zu Beginn der Woche hat die Baywa AG ihre Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr zurückgenommen. Ausschlaggebend sind Vorgänge beim Tochterunternehmen Baywa r.e. AG, wie aus einer Ad-hoc-Mitteilung des Konzerns vom Montag, 6. Oktober, hervorgeht.

Im Mittelpunkt steht die mögliche Neubewertung laufender Projekte, die im Vorratsvermögen geführt werden. Hintergrund sind veränderte regulatorische Rahmenbedingungen für die Förderung erneuerbarer Energien in den USA, deren Folgen derzeit geprüft werden. Diese Veränderungen könnten das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Baywa r.e. im Jahr 2025 belasten.

Nach dieser Einschätzung gelten die im Halbjahresfinanzbericht 2025 bestätigten und im Prognosebericht des Konzernfinanzberichts 2024 genannten Zielwerte nicht mehr als tragfähig. Betroffen sind sowohl das Segment Regenerative Energien als auch der Konzern insgesamt.

Ursprünglich war ein deutliches Plus beim bereinigten EBITDA gegenüber 2024 vorgesehen, sowohl auf Konzernebene als auch im Bereich Regenerative Energien. Diese Erwartung wird vorerst nicht weiter aufrechterhalten.

Bereits Ende September hatte der Vorstand mögliche Einflüsse des US-Haushaltsgesetzes One Big Beautiful Bill Act auf den Sanierungsplan des Unternehmens angesprochen. Geplante Kürzungen bei der Förderung erneuerbarer Energien in den USA standen dabei im Raum.

Unverändert ausgeführt wurde, dass der Münchner Agrarkonzern die laufende Sanierung bis Ende 2028 zum Abschluss bringen will. Weitere Angaben über den Zeitplan hinaus wurden nicht gemacht.

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