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Britische Milchexporte steigen dank EU-Nachfrage auf 1,1 Mrd. £

Die britische Milchwirtschaft konnte im ersten Halbjahr 2025 ihre Ausfuhren kräftig steigern. Nach Angaben des Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) erreichte der Wert der Exporte insgesamt 1,1 Milliarden Pfund. Damit legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zu.

Besonders stark zeigte sich die Nachfrage in Europa. Allein die Lieferungen nach Irland beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf 335 Millionen Pfund, was einem Zuwachs von 12,5 Prozent entspricht. Auch die Niederlande steigerten ihre Importe um 15 Prozent auf 130 Millionen Pfund. Frankreich nahm Waren im Wert von 82 Millionen Pfund ab, ein Plus von 41 Prozent. Nach Spanien wurden Milchprodukte im Wert von 35 Millionen Pfund exportiert, was einer Steigerung von 40 Prozent entspricht, während Deutschland mit 32 Millionen Pfund ein Plus von 25 Prozent verzeichnete.

Auch außerhalb Europas konnten die Exporteure zulegen. Die Vereinigten Staaten importierten Milchprodukte im Wert von 43 Millionen Pfund, ein Anstieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausfuhren nach Asien und Ozeanien summierten sich auf 73 Millionen Pfund, 22 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2024.

Im zweiten Quartal allein wurden die Ausfuhren nach Irland um 7 Prozent auf 251.000 Tonnen gesteigert. Insgesamt gingen in diesem Zeitraum rund 90 Prozent der britischen Milchausfuhren in die Europäische Union. Die Hauptabnehmer waren Irland, die Niederlande, Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland.

Das Exportvolumen in die EU wuchs im zweiten Quartal um 21.100 Tonnen und erreichte 370.400 Tonnen. In Länder außerhalb der Union wurden zusätzlich 12.000 Tonnen exportiert. Damit konnten die britischen Exporteure sowohl in den europäischen Märkten als auch in Drittstaaten ihre Position weiter ausbauen.

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