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Vier Hersteller entwickeln eigene Agrarsoftware FieldEngine

Nach dem Erwerb der BayWa-Tochter FarmFacts durch AGCO vor zwei Jahren zeichnen sich nun Veränderungen im Bereich digitaler Landwirtschaftslösungen ab. Vier deutsche Landtechnikunternehmen – Krone, Rauch, Zunhammer und Nexat – haben sich zusammengeschlossen, um eine eigene Softwareplattform für das Farmmanagement zu entwickeln. Ziel ist es, eine unabhängige Alternative zu bestehenden Angeboten großer Konzerne zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Entwicklung von FieldEngine, einer neuen Software, die Landwirte bei der Flächenbewirtschaftung und beim Maschineneinsatz unterstützen soll. Präsentiert wird die Anwendung voraussichtlich zur nächsten Agritechnica. Mit FieldEngine können Betriebsleiter unter anderem digitale Applikationskarten für Düngemaßnahmen erstellen und direkt an ihre Maschinen übertragen. Darüber hinaus unterstützt die Software eine vollständige Dokumentation betrieblicher Abläufe und verarbeitet standardisierte Datenformate wie ISOXML.

Anstatt von Grund auf eine neue Lösung zu programmieren, greifen die beteiligten Unternehmen auf ein bereits erprobtes System zurück. Dabei handelt es sich vermutlich um Komponenten der Software Next Farming, die einst von FarmFacts entwickelt wurde. Dieses System bildet die technische Basis für FieldEngine und wird nun gemeinsam weiterentwickelt.

Aktuell läuft die Testphase der Software auf ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben. Erste Rückmeldungen fließen bereits in die Weiterentwicklung ein. Die offizielle Markteinführung ist zur Agritechnica 2025 geplant. Zunächst soll FieldEngine in der DACH-Region – also in Deutschland, Österreich und der Schweiz – angeboten werden. Eine spätere internationale Ausweitung des Angebots ist vorgesehen. Angaben zu den Nutzungskosten der Software liegen derzeit noch nicht vor.

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