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Traktorneuzulassungen in der EU auf dem niedrigsten Stand seit 2014

Im Jahr 2024 ist der Absatz neuer Traktoren in Europa deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Neuzulassungen in den EU-Mitgliedstaaten lag um rund acht Prozent niedriger als im Vorjahr – ein Wert, der zuletzt im Jahr 2014 unterschritten wurde.

Nach Angaben des europäischen Verbands der Landtechnikindustrie (CEMA) sind für diesen Rückgang mehrere Faktoren verantwortlich. Sinkende Einkünfte in verschiedenen Agrarsektoren und eine geringere staatliche Unterstützung für Investitionen in Maschinen haben die Anschaffungsbereitschaft vieler Betriebe gedämpft. Zusätzlich haben ungünstige Witterungsverhältnisse in weiten Teilen Europas eine vorsichtigere Investitionsplanung zur Folge gehabt.

Insgesamt wurden EU-weit rund 144.400 landwirtschaftliche Traktoren neu registriert. Der Großteil – etwa 82 Prozent – entfiel dabei auf Maschinen mit einer Motorleistung von mindestens 51 PS. In fast allen Leistungsklassen war ein Rückgang zu verzeichnen, lediglich bei Kleinsttraktoren mit 30 PS oder weniger stieg die Zahl leicht an. Eine weitere Ausnahme bildete der Bereich der Großtraktoren über 251 PS, in dem die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zulegten.

Die Zahl der neu zugelassenen Traktoren sank in nahezu allen EU-Ländern. Positive Entwicklungen wurden hingegen in Belgien, Portugal, Spanien und Griechenland registriert, wo die Nachfrage nach neuen Maschinen zulegte. Frankreich bleibt weiterhin der wichtigste Einzelmarkt für Traktoren innerhalb der Europäischen Union, gefolgt von Deutschland und Italien. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland war der Rückgang allerdings moderat.

In Südosteuropa fiel der Rückgang teils deutlich stärker aus. In Ungarn brachen die Neuzulassungen um 45 Prozent ein, was dort den stärksten Rückgang darstellt. Auch in Serbien, Montenegro und Lettland verzeichnete man Rückgänge von jeweils 33 beziehungsweise 30 Prozent.

Obwohl der Rückgang in Ländern mit kleineren Märkten weniger direkte wirtschaftliche Auswirkungen auf die Landtechnikhersteller hat, bleiben die Entwicklungen in großen Märkten entscheidend. In Bezug auf die absoluten Stückzahlen gehörten Italien, Polen und Frankreich zu den Ländern mit den größten Verlusten. In Deutschland wurden 2024 insgesamt 1.271 Traktoren weniger neu zugelassen als im Vorjahr.

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