Anzeige
 

Mexikos Unterhaus stimmt für Verbot von gentechnisch verändertem Mais

Das mexikanische Unterhaus hat sich mit überwältigender Mehrheit dafür ausgesprochen, den Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu verbieten. Dieser Schritt ist Teil eines größeren Bestrebens, die Vielfalt heimischer Maissorten zu bewahren und die Ernährungssouveränität des Landes zu stärken. Der Gesetzesvorschlag, der nun zur Abstimmung in den Senat weitergeleitet wird, soll die kulturell und ökologisch wichtigen Maisvarianten Mexikos schützen.

Die Regierung sieht in dem Verbot eine notwendige Maßnahme, um die biologische Vielfalt der traditionellen Maissorten zu erhalten. Dieses Vorhaben wird trotz der Tatsache fortgesetzt, dass die USA, als Hauptlieferant von gentechnisch verändertem Mais, von dem mexikanischen Gesetz unbeeindruckt bleiben und weiterhin solchen Mais nach Mexiko exportieren werden.

Das geplante Verbot hatte bereits früher zu Spannungen geführt, insbesondere im Rahmen eines Streitbeilegungsverfahrens unter dem USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA). Dabei erlitt Mexiko eine Niederlage, da die USMCA-Kommission zu dem Schluss kam, dass die mexikanischen Maßnahmen nicht auf stichhaltigen wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und den freien Handel, wie im Abkommen vorgesehen, behindern würden. Trotz dieser internationalen Herausforderungen hält Mexiko an seinem Vorhaben fest, um die einheimischen Maissorten und die Ernährungsautonomie des Landes zu schützen.

Weitere Nachrichten

Brüssel erzwingt Mercosur trotz Skandal um hormonbelastetes Fleisch

Die jüngste Entscheidung der Europäischen Union, das Mercosur-Abkommen vorläufig in Kraft zu setzen, sorgt besonders in Österreich für Unmut. Parallel dazu wurde...

Schafstall-Massaker: Unklarheit über Wolf oder Hund erschwert Entschädigung

Ein dramatischer Vorfall ereignete sich Anfang Februar in einem Schafstall im Kreis Mecklenburgische Seenplatte, wo ein bislang unbekanntes Raubtier 21 trächtige Mutterschafe...

Russische Angriffe treffen ukrainische Hafeninfrastruktur erneut

In den vergangenen Wochen haben russische Streitkräfte wiederholt zivile Hafenanlagen im südlichen Teil der Ukraine ins Visier genommen. Betroffen sind insbesondere Seehäfen...

Cambridge hält veterinärmedizinische Ausbildung aufrecht – ein klares Signal für die...

Die University of Cambridge hat eine geplante Schließung ihres Veterinärstudiengangs überraschend abgeblasen. Nach einem intensiven Entscheidungsprozess entschied das Leitungsgremium der Universität am...

Krieg belastet ukrainische Landwirtschaft weiter

Der anhaltende russische Angriffskrieg stellt die ukrainische Landwirtschaft weiterhin vor massive strukturelle Herausforderungen. Neben zerstörter Infrastruktur wirken sich vor allem Energieengpässe, unterbrochene...