Eine aktuelle Studie aus England hat neue Erkenntnisse über die Afrikanische Schweinepest (ASP) geliefert. Wissenschaftler des Pirbright Instituts fanden heraus, dass das für die ASP verantwortliche Virus bereits kurz nach der Infektion entscheidende Immunzellen in Schweinen zerstört.
Früher Immunzellverlust
Die Untersuchung zeigt, dass das Virus schon ein bis drei Tage nach der Ansteckung in den Lymphgeweben von Mund und Atemwegen nachgewiesen werden kann. Zu diesem Zeitpunkt sind die zentralen Immunzellpopulationen bereits erheblich reduziert, so die Forscher um Dr. Priscilla Tng. Im Gegensatz dazu treten klinische Symptome wie Fieber und verringerte Aktivität oft erst etwa eine Woche später auf.
Laut den Forschern erklärt dieser frühe Verlust an Abwehrkräften, warum die ASP-Infektion bei Schweinen fast immer tödlich verläuft und weshalb es bisher noch keinen wirksamen Impfstoff gibt.
Impfstoffentwicklung im Fokus
Das Verständnis darüber, welche Immunzellen zuerst angegriffen werden, wird als potenzieller Schlüssel zur Entwicklung künftiger Impfstoffe betrachtet. Die Forscher beabsichtigen nun, zu untersuchen, wie verschiedene Varianten des ASP-Virus das Immunsystem von Schweinen beeinflussen.
Diese Erkenntnisse könnten bedeutende Fortschritte im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest darstellen und sind besonders wichtig für die Zukunft der Schweinehaltung weltweit.
