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Effiziente Gülleschieber-Nutzung: Wann und wie oft ist optimal?

Die Frage, wie oft der Gülleschieber im Stall aktiv sein sollte, sorgt in vielen landwirtschaftlichen Betrieben für Diskussionen. Vor allem zwischen unterschiedlichen Generationen gibt es oft verschiedene Meinungen. Während erfahrene Landwirte oft auf vier tägliche Intervalle setzen, bevorzugen jüngere Betriebsleiter häufigere Zyklen, etwa alle zwei Stunden.

Unterschiedliche Ansichten zur Häufigkeit

Ein Landwirt berichtet, dass der Einsatz von Aktivitätsmessungen bei der Herde hilfreich sein kann. Diese Messungen würden besonders während der Ruhephasen den Einsatz des Gülleschiebers nahelegen. Die Anzahl und Verteilung der Fressplätze sowie die Bewegungsfreiheit im Stall spielen hierbei eine entscheidende Rolle. In engen Ställen mit wenigen Fressplätzen müsse der Schieber häufiger eingesetzt werden, um den Kot zu beseitigen.

Ein Milchviehhalter überlegt, den Schieber noch häufiger als alle zwei Stunden laufen zu lassen, insbesondere im Winter, wenn die Trocknung langsamer verläuft. Ein anderer empfiehlt sogar stündliche Intervalle und während der Hauptstallzeiten alle 30 Minuten. Er betont dabei: „Es handelt sich schließlich um einen Schieber und nicht um einen Steher.“ Eine Landwirtin schildert ihre Erfahrungen mit einem Entmistungsroboter, der jede Stunde aktiv ist, was zu spürbar saubereren Laufflächen führt.

Häufiger Einsatz verbessert Klauengesundheit

Ein weiterer Milchviehhalter setzt auf einen durchgehenden Betrieb des Gülleschiebers ohne Pausen und bemerkt keine Beeinträchtigung des Wohlbefindens seiner Kühe. Zahlreiche Berufskollegen empfehlen Intervalle von 1,5 Stunden oder öfter und betonen die positiven Auswirkungen auf die Klauengesundheit.

Früher sei Mortellaro ein häufiges Problem gewesen, berichtet ein Landwirt. Seitdem jedoch die Schieber alle zwei Stunden laufen, hat sich die Situation deutlich verbessert.

Beratung rät zu regelmäßigen Intervallen

Fachberater empfehlen eine Entmistung mindestens alle zwei Stunden, besonders in dreireihigen Ställen mit weniger Lauffläche pro Tier. Regelmäßige Reinigungsintervalle tragen dazu bei, Laufgänge sauber zu halten und reduzieren den Schmutz an den Klauen.

  • Abwürfe sinnvoll platzieren: Alle 25 Meter sollten Gülle-Abwürfe eingerichtet werden.
  • Spaltenböden separat reinigen: Spaltenroboter können bis zu zwölfmal täglich eingesetzt werden.
  • Überbelegung vermeiden: Zu viele Tiere auf engem Raum führen zu erhöhtem Stress und Kotmengen.
  • Küchengerechte Technik einsetzen: Die Höhe des Schiebers sollte weniger als 20 cm betragen, bei einer maximalen Geschwindigkeit von 4 Metern pro Minute.
  • Zeitliche Trennung von Entmistung und Futteranschieben: Der Schieber sollte nicht während der Hauptfresszeiten laufen.

Zusammengefasst zeigt sich: Regelmäßige Entmistung trägt wesentlich zur Verbesserung der Stallhygiene und Tiergesundheit bei. Indem Landwirte diese Empfehlungen beachten und individuell anpassen, können sie sowohl den Verschleiß minimieren als auch das Wohl ihrer Tiere fördern.