Die politische Landschaft in der Landwirtschaft bleibt in Deutschland weitgehend stabil, während erfahrene Minister von CDU und SPD ihre Positionen beibehalten. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die AfD weiterhin versucht, im ländlichen Raum Fuß zu fassen. Trotz dieser Bemühungen ist die Aussicht auf einen Wechsel zu Grünen-Politikern in den Ländern unwahrscheinlich. Bayern hat kürzlich den Vorsitz der Agrarministerkonferenz übernommen, und auf Bundesebene behält die CSU das Steuer in agrarpolitischen Angelegenheiten.
Stabilität trotz bevorstehender Wahlen
In diesem Jahr stehen mehrere Landtagswahlen an, die erste davon in Baden-Württemberg. Hier zeigt sich der frühere Bundeslandwirtschaftsminister besonders engagiert. Cem Özdemir wird jedoch nicht danach streben, das Agrarressort zu übernehmen, selbst wenn eine schwarz-grüne Koalition entstehen sollte. Peter Hauk, der seit 15 Jahren mit einer Unterbrechung als CDU-Minister tätig ist, plant ebenfalls keine sofortigen Rückzugspläne und könnte im Falle eines erneuten Einzugs in den Landtag seine Arbeit fortsetzen.
Erfahrene Minister bleiben an Bord
Peter Hauk folgt damit einem ähnlichen Weg wie Till Backhaus in Mecklenburg-Vorpommern. Backhaus ist dort seit 27 Jahren Landwirtschaftsminister und gilt als wichtiger Faktor für die schwächelnde SPD im Land. Sein Rücktritt wäre unvorstellbar, da er eine wichtige Rolle dabei spielt, die AfD politisch einzudämmen.
In Sachsen-Anhalt wurde Sven Schulze von einem Ministerposten zum Ministerpräsidenten befördert. Der CDU-Politiker hat sich bisher vor allem der Agrarpolitik gewidmet, konnte aber trotz seiner Bemühungen noch nicht die nötige Bekanntheit erlangen. Es wird erwartet, dass er im weiteren Verlauf des Jahres Möglichkeiten nutzen wird, um an Sichtbarkeit zu gewinnen.
Herausforderungen durch die AfD
Trotz der stabilen politischen Strukturen gibt es Bedenken hinsichtlich der möglichen Erfolge der AfD im ländlichen Raum. Diese Partei steht teilweise in Konflikt mit dem Grundgesetz und verfolgt umstrittene politische Ziele wie den Ausstieg aus der EU oder eine Annäherung an politische Führer wie Putin oder Trump. Experten bezweifeln jedoch, dass die ländliche Bevölkerung solch radikale Veränderungen unterstützen würde.
Insgesamt bleibt die agrarpolitische Landschaft Deutschlands stabil mit etablierten Ministern an den Hebeln der Macht und einer skeptischen Haltung gegenüber radikalen politischen Veränderungen durch Parteien wie die AfD.
