Das Jahr 2025 hat für Landwirte erneut eine Reihe von Herausforderungen bereitgehalten. Trotz der aktuell winterlichen Bedingungen war das Jahr insgesamt zu warm, was sich auf die landwirtschaftliche Produktion auswirkte. Die steigenden Temperaturen und die ungleichmäßigen Niederschläge setzten den Betrieben zu. Besonders betroffen waren die Frühlings- und Sommermonate, die deutlich wärmer und trockener als im langjährigen Durchschnitt ausfielen.
Klimaentwicklung setzt Agrarbetriebe unter Druck
Laut dem ARD-Wetterkompetenzzentrum war 2025 in Deutschland ein weiteres Jahr mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen, wobei die Jahresmitteltemperatur erneut die 10-Grad-Marke überschritt. Diese Entwicklung, begleitet von einem Defizit an Niederschlägen, stellt Landwirte vor große Herausforderungen. Stefan Laps vom Wetterkompetenzzentrum betont, dass insbesondere der Regen in vielen Regionen hätte häufiger fallen müssen, um den Bedarf der Pflanzen zu decken.
Fred Hattermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung weist darauf hin, dass mit den steigenden Temperaturen auch die Energie im Klimasystem zunimmt, was zu extremen Wetterereignissen führen kann. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet dies, dass sie sich vermehrt auf Extremwetterlagen wie Hochwasser und Trockenperioden einstellen müssen.
Wetterlage in der kommenden Woche
In den kommenden Tagen wird das Wetter in Deutschland durch maritime Polarluft beeinflusst. Ein Tiefdruckgebiet über der Nordsee sorgt bis Dienstagmorgen für wechselhaftes Wetter im Norden und der Mitte des Landes. Im Süden hingegen herrscht schwacher Hochdruckeinfluss vor. In den Nächten können die Temperaturen stark sinken, insbesondere im Süden, wo bei klarem Himmel Tiefstwerte von bis zu -16 Grad erreicht werden können.
Agrarwetterprognose für Dienstag bis Donnerstag
Am Dienstag bleibt es an der Nordsee meist stark bewölkt mit schauerartigen Schneefällen, während im Binnenland nur vereinzelt Schnee fällt. Dauerfrost zwischen -7 und 0 Grad ist vielerorts zu erwarten. Am Mittwoch breitet sich leichter Schneefall von Westen her aus, während es im Südosten überwiegend trocken bleibt. Der Donnerstag bringt aus Westen zeitweise Schneefall, der abends teilweise in Regen übergehen kann – dies könnte örtlich Glatteis zur Folge haben.
Blick auf das Wochenende
Der Freitag zeigt sich wolkig bis stark bewölkt mit Niederschlag in Form von Regen oder Schnee je nach Region. Vor allem im Süden sind kräftige Schauer möglich. Am Wochenende ist weiterhin mit wechselhaftem Wetter zu rechnen: Vor allem im Norden sind Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer möglich. Landwirte sollten sich auf stürmische Bedingungen einstellen, da starke Winde erwartet werden.
Die Trendprognose für Anfang nächster Woche deutet auf eine milde Witterung hin, wodurch es auch im Bergland zu Tauwetter kommen könnte. Diese Entwicklungen könnten weitere Anpassungen in der Landwirtschaft erforderlich machen, um den Ertrag trotz unbeständiger Wetterbedingungen zu sichern.
