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US-Angriff auf Venezuela: Keine Gefahr für Agrarmärkte?

Die kürzlichen geopolitischen Entwicklungen in Venezuela, insbesondere die Entmachtung des Staatschefs Maduro durch die USA, haben nur geringe Auswirkungen auf die Agrarmärkte gezeigt. Trotz der militärischen Maßnahmen und der Gefangennahme Maduros bleiben die Ölpreise relativ stabil. Kurzzeitig fiel der Brent-Preis unter 60 US-Dollar pro Barrel, erholte sich jedoch rasch auf fast 62 US-Dollar.

Geopolitische Einflüsse auf den Ölmarkt

Die USA führten am Samstag einen Angriff auf Ziele in Venezuela durch, was zu Maduros Verhaftung führte. Ihm droht ein Verfahren in New York wegen Drogendelikten. Trotz der strategischen Bedeutung Venezuelas, das etwa ein Fünftel der weltweiten Rohölreserven hält, sind die Exportkapazitäten bereits aufgrund einer bestehenden Blockade drastisch reduziert worden. Der südamerikanische Staat exportiert nur noch 500.000 Barrel pro Tag.

Strategische Ölreserven und ihre Bedeutung

Venezuela verfügt über große, bislang ungenutzte Ölreserven, die für die USA von Interesse sein könnten. Laut Marktanalysten befinden sich viele der großen US-amerikanischen Raffinerien im Süden des Landes und damit in relativer Nähe zu den venezolanischen Ölfeldern. Dies könnte potenziell Vorteile bei den Transportkosten bieten.

Geringe Auswirkungen auf Agrarmärkte

Peters zufolge hat die politische Veränderung in Venezuela nur begrenzte Auswirkungen auf Agrar- und Betriebsmittelmärkte. Langfristig könnte allerdings eine verbesserte Verfügbarkeit von Öl eintreten. Größere Risiken für die Ölpreise entstehen eher durch geopolitische Spannungen wie etwa die Drohnenangriffe auf russische Raffinerien, wodurch 24 % der russischen Kapazitäten derzeit nicht genutzt werden können.

Zukunftsperspektiven und notwendige Investitionen

Sollte die Importblockade Venezuelas aufgehoben werden, könnte eine leichte Steigerung der Ölproduktion erfolgen. Allerdings ist dies von Investitionen in die derzeit marode Infrastruktur abhängig. Die Kapazitäten liegen momentan bei lediglich 1 Million Barrel pro Tag – deutlich weniger als die 2,5 Millionen Barrel vor einem Jahrzehnt.

Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet dies, dass sich kurzfristig keine wesentlichen Veränderungen bei Betriebsmitteln abzeichnen. Langfristig könnten jedoch Investitionen in Venezuelas Infrastruktur positive Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt haben und damit auch indirekt auf landwirtschaftliche Kostenstrukturen.

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