Anzeige
 

Russische Weizenexporte steigen: Druck auf internationale Kurse

Der globale Agrarmarkt steht erneut unter Druck, da erhöhte Exporte aus Russland zu einem Rückgang der Weizenpreise geführt haben. An der Euronext fiel der März26-Kontrakt auf 188,75 €/t, während an der Chicago Board of Trade (CBoT) die Preise auf 5,13 US-$/bu sanken. Marktanalysten hatten bereits mit gestiegenen globalen Endbeständen gerechnet, jedoch übertrafen die Zahlen des jüngsten WASDE-Reports die Erwartungen, was zusätzlichen Druck auf die Preise ausübte.

Ölsaaten: Hoffnung auf Handelsabkommen

Im Bereich der Ölsaaten verzeichnete Raps eine Erholung, während Sojabohnen weiterhin unter Druck stehen. Der Februar26-Kontrakt für Raps stieg an der Euronext auf 470,25 €/t, was nach den Rückgängen im Dezember überraschend kam. Die Marktteilnehmer hoffen auf Fortschritte in den Handelsbeziehungen zwischen Kanada und China, insbesondere in Bezug auf Canola-Exporte.

Mais: Überraschende Lagerbestände belasten

Der Maismarkt erlebte einen schwachen Wochenbeginn, wobei der März26-Kontrakt an der CBoT um mehr als 20 Cent fiel und bei 4,24 US-$/bu schloss. Auch an der Euronext ging es abwärts. Der entscheidende Faktor war hier der aktuelle WASDE-Bericht, der eine deutliche Erhöhung der globalen Endbestände um fast 12 Mio Tonnen voraussagte – ein Wert, der alle Erwartungen übertraf.

Kartoffeln: Stabilität ohne Impulse

Trotz stabiler Preise bleibt der Markt für Kartoffel-Futures ruhig. Der April-2026-Kontrakt verharrt bei 6,50 €/dt, und auch für April 2027 gibt es kaum Bewegung bei einem Kurs von 18,50 €/dt. Die mangelnde Dynamik spiegelt sich auch im Kassamarkt wider, wo zwar stabile, aber niedrige Notierungen vorherrschen.

Milchprodukte: Magermilchpulver im Aufwind

An den Milchmärkten zeigt sich eine leichte Erholung bei Magermilchpulver. Der Preis stieg moderat auf 2.113 €/t, was darauf hindeutet, dass sich ein Boden bei etwa 2.000 € bilden könnte. Nach einer längeren Phase des Preisverfalls von rund 30% bietet diese Entwicklung einen Hoffnungsschimmer für Landwirte.

Laut aktuellen Umrechnungskursen entspricht ein Euro etwa 1,1651 USD. Die spezifischen Maßeinheiten für Agrarprodukte betragen für Mais und Weizen jeweils rund 25 bis 27 kg pro Bushel.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Chinas Stopp von Diesel-Exporten treibt globale Preise in die Höhe

Die angespannte Situation im Nahen Osten hat weitreichende Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt. China, das über etwa 17 % der weltweiten Raffineriekapazitäten...

Schweinepreise steigen weiter, decken jedoch nicht die Produktionskosten

Die Schweinepreise in Deutschland steigen seit drei Wochen kontinuierlich an, dennoch sind die aktuellen Preise für viele Schweinehalter noch nicht kostendeckend. Neben...

Deutschland: Getreideernte 2025 sichert Versorgung trotz globaler Krisen

Die Frage, ob Deutschland ausreichend Getreide für die eigene Versorgung produziert, wird zunehmend wichtiger angesichts globaler Krisen und veränderter Handelsbedingungen. Die Getreideernte...

Weizenpreise steigen: Investoren zeigen neuen Optimismus

Inmitten von steigenden Rohölpreisen und globalen Unsicherheiten verzeichneten die Agrarmärkte unterschiedliche Entwicklungen. Während Raps und Mais trotz der Erhöhung der Rohölpreise Verluste...

Straßensperrung von Hormus: Keine Gefahr für deutsche Agrar-Exporte

Die jüngste Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, ausgelöst durch die Eskalation militärischer Konflikte mit den USA und Israel, hat...