Anzeige
 

Kanada erzielt Rekordertrag bei Canola trotz Exportschwierigkeiten

Die kanadische Landwirtschaft verzeichnet 2025 eine beeindruckende Canola-Ernte. Trotz eines leichten Rückgangs der Anbauflächen auf 8,8 Millionen Hektar, was einem Rückgang im Vergleich zu den 8,9 Millionen Hektar von 2024 entspricht, haben sich die Erträge erheblich verbessert. Die durchschnittlichen Erträge stiegen auf 25,1 Dezitonnen pro Hektar, ein Anstieg um 3,4 Dezitonnen gegenüber dem Vorjahr.

Erhöhte Inlandsverarbeitung bei Canola

Mit einer rekordverdächtigen Gesamternte von 24,4 Millionen Tonnen, die den bisherigen Höchststand von 21,5 Millionen Tonnen aus der Saison 2017/18 übertrifft, verstärkt Kanada seine Inlandsverarbeitung. Diese soll auf 12 Millionen Tonnen ansteigen, was eine Erhöhung um 5 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet und das langjährige Mittel von 10,3 Millionen Tonnen deutlich überschreitet.

Saskatchewan bleibt führend im Anbau

Saskatchewan ist nach wie vor die Hauptanbauregion für Canola in Kanada mit einem Anteil von 56 %, gefolgt von Alberta mit 29 % und Manitoba mit 14 %. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet dies eine fortdauernde Fokussierung auf diese Regionen für optimale Erträge.

Druck auf Exporte durch China-Zölle

Trotz der rekordverdächtigen Produktion werden die Exporte voraussichtlich auf 8 Millionen Tonnen zurückgehen, was einem Rückgang um 1,3 Millionen Tonnen im Vergleich zur vorherigen Saison entspricht. Dies ist vor allem auf die Antidumping-Zölle Chinas zurückzuführen, die das Exportgeschäft belasten. Landwirte und Exporteure stehen hier vor erheblichen Herausforderungen.

Sorgen bei Soja und Aufschwung bei Leinsamen

Nicht alle Kulturen verzeichnen positive Ergebnisse. Die Sojabohnenernte fällt trotz erweiterter Anbauflächen mit 6,8 Millionen Tonnen kleiner aus als 2024, als noch 7,6 Millionen Tonnen geerntet wurden. Hitze und Trockenheit in den Hauptanbaugebieten Ontario und Quebec führten zu einem Rückgang der Erträge auf durchschnittlich 29,3 Dezitonnen pro Hektar.

Dagegen erlebt die Leinsamenproduktion einen deutlichen Aufschwung mit einer Produktion von 454.500 Tonnen. Dies stellt einen Zuwachs von 196.000 Tonnen, beziehungsweise ein Plus von 18 % über dem Fünfjahresdurchschnitt dar. Verantwortlich sind sowohl vergrößerte Anbauflächen als auch höhere Erträge. Der Großteil der kanadischen Leinsamenproduktion kommt aus Saskatchewan.

Betriebe müssen sich weiterhin an diese wechselnden Bedingungen anpassen und Strategien entwickeln, um sowohl Chancen als auch Risiken effektiv zu managen.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Herkunftskennzeichnung erweitert ab 2026

Seit Beginn des Jahres 2026 haben Hersteller die Möglichkeit, ein neues Rohstoff-Zeichen zu nutzen, das die deutsche Herkunft in Mischprodukten kennzeichnet. Diese...

Getreidemarkt: Preisstützende Signale trotz schwacher Abschlüsse

Der globale Getreidemarkt sendet derzeit positive Signale, doch am Kassamarkt bleiben größere Abschlüsse für Getreide weiterhin selten. Laut der Peters Agrardaten GmbH...

Rinderpreise 2026: Knappes Angebot treibt Preise weiter in die Höhe

Der Beginn des Jahres 2026 stellt sich für Rinderhalter in Deutschland als vielversprechend dar. Die Nachfrage nach Schlachtrindern bleibt hoch, während das...

Fenebergs Insolvenz bedroht Existenz vieler Allgäuer Biolandwirte

Die Supermarktkette Feneberg, ein bedeutender Einzelhändler im Allgäu, steht vor einer ungewissen Zukunft. Das Unternehmen mit Sitz in Kempten hat Insolvenz angemeldet...

Malzmarkt 2025: EU bleibt führend trotz globalem Rückgang um 7%

Der globale Handel mit Gerstenmalz steht vor einem weiteren Rückgang, da für die Saison 2025/26 ein Minus von 7 % prognostiziert wird....