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Getreide- und Rohstoffmärkte mit uneinheitlicher Tendenz

Der europäische Weizenmarkt zeigte sich am Mittwoch stabil, auch wenn die Ergebnisse unterschiedlich ausfielen. An der Euronext legte der Dezember-Termin leicht um 0,25 Euro zu und erreichte 190,25 Euro je Tonne. In den Vereinigten Staaten hingegen setzte sich die Schwäche fort: An der CBoT gab der Dezember-Kontrakt um 6,25 Cent nach und notierte bei 5,22 US-Dollar pro Scheffel, umgerechnet rund 165 Euro pro Tonne. Trotz reichlich vorhandener Mengen blieb die Lage damit ausgeglichen. Etwas Unterstützung kam durch eine Ausschreibung aus Tunesien, die für zusätzliche Nachfrage sorgte.

Bei den Kartoffelterminen setzte sich die Schwäche fort. Der April-26-Future fiel zuletzt auf 7,50 Euro je Dezitonne, während der April-27-Kontrakt stabil bei rund 16,00 Euro je Dezitonne bewertet wurde. Marktteilnehmer richten ihren Blick weiterhin auf die voraussichtlich große Ernte, die bei gleichzeitig ruhiger Nachfrage für Druck sorgt.

Mais entwickelte sich in den beiden Handelszentren unterschiedlich. Während an der CBoT der Dezember-Kontrakt um 5 Cent auf 4,18 US-Dollar pro Scheffel zurückging, konnte an der Euronext der November-Future um einen Euro zulegen und erreichte 187 Euro je Tonne. Nach dem Hoch der Vorwoche kam es zu Gewinnmitnahmen, die die Kurse in Übersee drückten. Zweifel an der jüngsten Produktionsschätzung des USDA stützten jedoch den Markt und verhinderten stärkere Verluste.

Im Milchsektor blieben die Preise ebenfalls unter Druck. Am Buttermarkt verlangsamte sich zwar der Abwärtstrend, doch schloss der Oktober-Termin an der EEX mit 6.421 Euro je Tonne immer noch 90 Euro niedriger als am Freitag zuvor. Beim Magermilchpulver setzte sich die Tendenz ebenfalls fort: Der September-Kontrakt gab binnen weniger Tage um 25 Euro nach und lag am Mittwoch bei 2.375 Euro je Tonne. Damit spiegeln die Notierungen die Belastungen wider, die vom internationalen Markt ausgehen.

Im Rapshandel an der Euronext überwogen dagegen die negativen Vorzeichen. Der November-Termin sank um 4,50 Euro auf 464,50 Euro je Tonne. Auf der anderen Seite des Atlantiks zeigten sich auch die Sojabörsen schwächer. In Chicago verlor der November-Future 9,5 Cent und schloss bei 10,31 US-Dollar je Scheffel, was rund 325 Euro je Tonne entspricht. Verluste gab es ebenso bei Sojaschrot und Sojaöl. Belastend wirkten hier die anhaltenden Spannungen im Handel mit China, die weder in den USA noch in Kanada gelöst werden konnten.

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