Die Pelletspreise haben zu Beginn des Jahres 2026 einen steilen Anstieg erlebt. Verantwortlich dafür sind sowohl eine anhaltende Kältewelle als auch ein sprunghafter Nachfrageanstieg. Für landwirtschaftliche Betriebe, die auf Holzpellets als Heizmittel angewiesen sind, bedeutet dies steigende Betriebskosten. Im Januar kosten lose Holzpellets im Bundesdurchschnitt rund 375 Euro pro Tonne, was eine Erhöhung um 15 Euro gegenüber dem Vormonat darstellt. Auch die Preise für Sackware sind mit derzeit durchschnittlich 385 Euro je Tonne gestiegen.
Herausforderungen durch Rohstoffknappheit
Neben der Kältewelle trägt auch die Verknappung von Rohholz zu den steigenden Pelletspreisen bei. Ende 2025 erreichten die Holzpreise ihren höchsten Stand seit 35 Jahren, was sich nun auch auf die Kosten für Pellets auswirkt. Sägewerke berichten von leeren Lagern und einer gestockten Versorgung mit Rohholz, was dazu führt, dass auch Sägenebenprodukte wie Restholz knapp bleiben. Diese Entwicklung beeinflusst die Preisgestaltung bei Holzpellets erheblich und stellt Landwirte vor zusätzliche finanzielle Herausforderungen.
Längere Lieferfristen belasten Betriebe
Durch die verstärkte Nachfrage verlängern sich die Lieferzeiten für Pellets um einen Tag auf durchschnittlich 22 Tage. Diese Verzögerung erschwert es landwirtschaftlichen Betrieben, ihre Heizsysteme effizient zu betreiben. Die aktuelle Marktsituation erfordert von den Landwirten eine sorgfältige Planung und Beobachtung des Marktes, um optimal auf Preisänderungen reagieren zu können.

