Die jüngsten Entwicklungen an den internationalen Warenterminmärkten haben zu einem signifikanten Anstieg der Ölpreise geführt. Gestern erreichten die Preise den höchsten Stand seit dem vergangenen Sommer, was sich unmittelbar auf die Heizöl-Notierungen auswirkt. Diese steigen nun ebenfalls weiter an.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Anstieg der Rohölpreise
Der Preis für das April-Future der Nordsee-Ölsorte „Brent“ liegt derzeit bei knapp 72 Dollar pro Barrel. Zeitgleich wird eine Tonne Gasöl mit Liefertermin im März zu 738 Dollar gehandelt. Parallel dazu verzeichnete der Euro im Vergleich zum Dollar einen Rückgang und wird aktuell bei etwa 1,1780 Dollar gehandelt.
Geopolitische Spannungen und ihre Auswirkungen
Ein wesentlicher Treiber für die Preissteigerungen ist die zunehmende Sorge vor einem möglichen US-Militärschlag gegen den Iran. Analysten schätzen die Risikoprämie am Ölmarkt mittlerweile auf ungefähr 10 Dollar pro Barrel. Die USA haben kürzlich nicht notwendige Mitarbeiter aus ihrer Botschaft in Beirut abgezogen, was die Befürchtungen eines Angriffs verstärkt. Obwohl Verhandlungen im Gange sind, erscheint ein baldiger Angriff wahrscheinlicher.
Zudem hat Russland Schwierigkeiten, sein Ural-Öl zu wettbewerbsfähigen Preisen zu verkaufen, wobei der Preisabstand zu Brent-Öl kürzlich auf über 30 Dollar pro Barrel gestiegen ist. Ein geplantes Sanktionspaket der EU scheiterte jedoch am Veto von Ungarn und der Slowakei.
Einfluss des Wetters und wirtschaftliche Unsicherheiten
In den USA verschärft ein heftiger Wintersturm im Nordosten die Nachfrage nach Energie, was zusätzlich preistreibend wirkt. Währenddessen hat die EU beschlossen, das Zollabkommen mit den USA vorübergehend auszusetzen, da das Zollchaos der US-Regierung Unsicherheiten in der Wirtschaft erhöht und preissenkend wirkt.
Wechselkursentwicklung und Heizölpreisentwicklung
Trotz eines leicht positiven Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland konnte sich der Dollar gegenüber dem Euro erholen und Verluste vom Vortag wettmachen. Dies wurde nur geringfügig durch einen überraschenden Rückgang bei den US-Werksaufträgen im Dezember beeinflusst.
In Deutschland starteten die Heizölpreise schwach in die neue Handelswoche und erreichten den höchsten Stand seit November des Vorjahres. Aktuelle Berechnungen lassen erwarten, dass auch weiterhin Aufschläge von etwa einem halben Cent pro Liter eintreten könnten. Dies drückt auf die Kauflaune der Verbraucher, während auch die Zahl der Marktbeobachter und Lieferzeiten derzeit auf niedrigem Niveau verharren.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.

