Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten haben die Rohölpreise auf den internationalen Märkten erneut in die Höhe getrieben. Gestern erreichte der Preis für Rohöl den höchsten Stand seit dem Sommer des vergangenen Jahres, was sich auch auf die Heizölnotierungen auswirkte, die weiter stiegen.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Ölpreise und Währungseinflüsse
Aktuell notieren die April-Kontrakte für die Nordsee-Ölsorte Brent bei 72 Dollar pro Barrel. Der Preis für eine Tonne Gasöl zur Lieferung im März liegt bei 737 Dollar. Der Euro hat gegenüber dem Dollar weitere Verluste hinnehmen müssen und steht derzeit bei einem Kurs von etwa 1,1750 Dollar.
Spannungen zwischen USA und Iran
Die geopolitische Lage hat sich weiter zugespitzt, nachdem US-Präsident Trump dem Iran ein Ultimatum gestellt hat. Sollte innerhalb von zehn bis fünfzehn Tagen keine Einigung erzielt werden, drohe ein Angriff auf die Islamische Republik. Eine solche Eskalation könnte dazu führen, dass die Meerenge von Hormus, durch die etwa zwanzig Prozent des weltweiten Ölbedarfs transportiert werden, zeitweise blockiert wird. Die Unsicherheit am Markt führte zu erhöhten Risikoaufschlägen, wodurch die Ölpreise weiter kletterten.
Ölbestandsdaten und Nachfrageentwicklung
Laut dem Department of Energy (DOE) sind die Ölbestände um 9 Millionen Barrel gesunken. Auch bei Destillaten und Benzin wurden Rückgänge von 4,6 bzw. 3,2 Millionen Fass verzeichnet. Die Gesamtnachfrage stieg auf 21,6 Millionen Barrel pro Tag, was deutlich über dem Bedarf des Vorjahres liegt. Zudem haben fehlende Fortschritte in den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zu weiteren Sanktionen geführt, was das globale Ölangebot weiter belastet.
Einfluss des Devisenmarktes
Der US-Dollar bleibt als Krisenwährung gefragt, was den Euro weiterhin schwächt. Starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt unterstützen diesen Trend; so sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung überraschend deutlich von 229.000 auf 206.000. Dies mindert die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank.
Anstieg der Heizölpreise
Infolge dieser Entwicklungen haben die Heizölpreise ihren höchsten Stand seit drei Monaten erreicht und könnten weiter steigen. Erste Preistendenzen deuten auf einen Anstieg um einen halben bis einen Cent pro Liter hin. Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten sind weitere Preisanstiege nicht auszuschließen.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.

