Die Marktmacht der führenden deutschen Stromkonzerne hat sich in den letzten Jahren erheblich verstärkt. Einer Analyse des Bundeskartellamts zufolge, die im Jahr 2025 durchgeführt wurde, können Unternehmen wie RWE, Leag und EnBW bereits mit relativ niedrigen Marktanteilen signifikant auf die Preisgestaltung einwirken.
Einfluss auf die Marktpreise
Wie aus den Berichten der Pressedienste hervorgeht, untersuchte das Kartellamt, in welchem Maße ein Stromerzeuger für die Deckung der Nachfrage unerlässlich ist. Sobald der Anteil dieser unverzichtbaren Stunden über 5 % der gesamten Jahresstunden liegt, wird von einer dominierenden Marktstellung ausgegangen. RWE soll diesen Schwellenwert deutlich überschreiten, während Leag ebenfalls darüber und EnBW knapp darunter liegen.
Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Das ernüchternde Fazit lautet, dass sich an dieser Situation kurzfristig wenig ändern wird. Der von der Bundesregierung geplante Ausbau steuerbarer Kraftwerkskapazitäten wird voraussichtlich erst in einigen Jahren spürbare Auswirkungen zeigen. Eine entscheidende Frage bleibt dabei, welcher Energiekonzern die Betreiberschaft neuer Anlagen übernehmen wird.
Strategien zur Reduzierung der Marktmacht
Das Bundeskartellamt empfiehlt daher eine gezielte Nutzung von Ausschreibungen als Instrument zur Eindämmung bestehender Marktmacht. Durch diesen Ansatz soll ein fairerer Wettbewerb geschaffen werden, um langfristig eine ausgewogenere Verteilung der Einflussnahme im Energiesektor zu gewährleisten.


