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Ukraine-Maisexporte sinken, Weizen schwächelt, Soja treibt Raps an

Der Agrarmarkt zeigte vergangene Woche eine gemischte Entwicklung, wobei insbesondere die Weizenpreise in Paris unter Druck gerieten. Der Frontmonat März verzeichnete einen Rückgang von 3,50 Euro auf 190,50 €/t, was einen wöchentlichen Verlust von 3,75 Euro oder 1,9 Prozent bedeutet. Auch an der CBoT fiel der Weizenpreis um 5,5 Cent auf 5,30 US-$/bu (165 €/t), wodurch sich das Wochenminus auf 8,25 Cent (1,5 Prozent) erhöhte. Marktbeobachter führen diesen Preisrückgang trotz bestehender Wetterrisiken wie strengen Frostes in einigen Anbaugebieten auf die Vorbereitungen für den neuen WASDE-Report des USDA zurück.

Ölsaaten: Positive Trends bei Raps und Soja

Während der Weizenmarkt schwächelte, konnten sich die Ölsaatenmärkte positiv entwickeln. Der Raps-Frontmonat Mai legte an der Euronext um 2 Euro zu und erreichte somit 487,75 €/t. Dies führte zu einem wöchentlichen Gewinn von 15 Euro oder 3,2 Prozent. An der CBoT stiegen die März-Sojabohnen um 3 Cent auf 11,15 US-$/bu (365 €/t), mit einem Wochenplus von 51 Cent oder 4,8 Prozent. Diese Entwicklung ist auf die starke Nachfrage aus China sowie einen stabilen Pflanzenölmarkt zurückzuführen.

Hindernisse im Maisexport der Ukraine

Der Maishandel war am Freitag ebenfalls von negativen Einflüssen betroffen. An der CBoT sank der Märzkontrakt um 4,75 Cent auf 4,30 US-$/bu (143 €/t), und der Wochengewinn reduzierte sich auf nur noch 2 Cent (0,5 %). Die Euronext verzeichnete einen Rückgang des Märzkontrakts um 1,50 Euro auf 190 €/t mit einem Wochenverlust von 3,25 Euro oder 1,7 Prozent. Diese Entwicklungen sind teilweise durch das große Angebot am Getreidemarkt bedingt. Zudem hat APK-Inform die Prognose für die ukrainischen Maisexporte für das Jahr 2025/26 wegen fortdauernder Angriffe auf die Hafen- und Energieinfrastruktur durch russische Streitkräfte von ursprünglich 25,5 Mio. t auf nunmehr 23,5 Mio. t gesenkt.

Kartoffelmarkt ohne Dynamik

Am Kartoffelmarkt blieb die Aktivität sowohl an der Leipziger Börse als auch am Kassamarkt geringfügig. Der Frontmonat April bewegte sich leicht schwächer knapp unterhalb von 5,00 €/dt während der April-2027-Kontrakt stabil bei etwa 21 €/dt verharrte. Insgesamt zeigt sich der Markt ohne nennenswerte Preiserholungstendenzen.

Milchprodukte: Aufwärtstrend bei Butter und Magermilchpulver

Positive Signale sind dagegen vom Milchmarkt zu verzeichnen: Die Butterpreise stiegen an der EEX bereits in der zweiten Woche in Folge und erreichten mit einem Schlusskurs von 4.300 €/t den höchsten Stand seit Ende November – ein Zuwachs von starken 227 € gegenüber der Vorwoche. Auch Magermilchpulver wurde teurer; hier stieg der Februarpreis um 178 € auf insgesamt 2.450 €/t. Diese Preissteigerungen nähren Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung des Marktes und könnten dazu beitragen, den Rückgang bei den Erzeugerpreisen zu stoppen.

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