Steigende Weizenpreise und stabile Aussichten für EU-Mais
Die europäischen Getreidemärkte zeigen derzeit interessante Entwicklungen. An der Euronext erreichten die Weizenfutures einen Höchststand, der seit November 2025 nicht mehr gesehen wurde. Der März-Kontrakt für 2026 stieg um 3 € auf 194,25 €/t, was einem wöchentlichen Zuwachs von 1,7 % entspricht. Wettereinflüsse in Nordamerika und Osteuropa spielen hierbei eine zentrale Rolle, während am Kassamarkt dieser Anstieg noch nicht sichtbar wird.
Ölsaaten: EU-Rapsproduktion mit positiver Prognose
Der Rapsmarkt musste zuletzt Verluste hinnehmen. Am Freitag sank der Mai-Kontrakt an der Euronext um 5,25 Euro auf 472,75 €/t, was in der Wochenbilanz ein Minus von 0,8 % ergibt. Auch in Chicago verzeichneten die Sojabohnen einen Rückgang um 8 Cent auf 10,64 US-$/bu (330 €/t). Trotz der jüngsten Preisrückgänge sind die Aussichten für die kommende Raps-Ernte vielversprechend. Das Beratungsunternehmen Expana prognostiziert eine EU-Produktionsmenge von 20,9 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 400.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Maispreise bleiben stabil
In Europa zeigten sich die Maispreise relativ stabil. Während an der CBoT der März-Kontrakt schwächer aus dem Handel ging und um 2,5 Cent auf 4,28 US-$/bu (141 €/t) fiel, legte Mais an der Euronext um 0,75 € auf 193,25 €/t zu. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist der Rückgang der Importe aus der Ukraine im Jahresvergleich. Dieser Faktor stützt den europäischen Markt weiterhin.
Kartoffelmarkt ohne große Impulse
Am Terminmarkt für Kartoffeln gibt es wenig Bewegung. Der April-Kontrakt für das Jahr 2026 bleibt unverändert bei 5,50 €/dt und auch für April 2027 stehen die Preise stabil bei 18,50 €/dt. Diese konstanten Werte spiegeln die aktuelle ruhige Marktlage wider.
Milchprodukte: Gewinne bei Butter und Magermilchpulver
An der EEX erzielte Magermilchpulver zu Beginn der Woche Gewinne, gab jedoch später einen Teil davon ab und schloss mit einem Plus von 68 € bei 2.272 €/t im Februar-Kontrakt. Butter verzeichnete ebenfalls einen positiven Trend mit einem Zuwachs von 58 € auf insgesamt 4.063 €/t im gleichen Zeitraum. Ein Vorschlag Chinas zur Senkung der Antidumpingzölle könnte zwar die Exportmöglichkeiten verbessern, doch bleibt der starke Euro eine Herausforderung im internationalen Geschäft.
