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Schweden stoppt Wolfsjagd: Gericht weist Berufungen ab

Ein jüngstes Gerichtsurteil hat die geplante Wolfsjagd in Schweden gestoppt und die Berufungen der betroffenen Provinzverwaltungen abgelehnt. Diese Entscheidung des Berufungsgerichts in Sundsvall bedeutet, dass die Jagd auf 48 Wölfe, die für den Winter 2026 geplant war, nicht stattfinden wird. Dennoch bleibt die Option offen, diese Entscheidung vor dem obersten Verwaltungsgericht des Landes anzufechten.

Naturschutzorganisationen warnen vor Risiken

Der schwedische Naturschutzverband (Naturskyddsföreningen) und andere Umweltschutzgruppen hatten sich gegen die geplante Jagd ausgesprochen. Das Verwaltungsgericht hatte zuvor festgestellt, dass keine ausreichenden Beweise vorlagen, um zu garantieren, dass die Jagd keine Gefahr für das langfristige Überleben der Wölfe in Schweden darstellen würde. Laut schwedischem Jagdgesetz darf die lizenzierte Jagd auf Wölfe nur zwischen dem 2. Januar und dem 15. Februar durchgeführt werden.

Debatte über Referenzwerte

Die schwedische Regierung hatte den Referenzwert für einen „günstigen Erhaltungszustand“ von ursprünglich 300 auf lediglich 170 Wölfe gesenkt. Diese Entscheidung wurde sowohl von nationalen Organisationen als auch von der Europäischen Kommission kritisiert. Die EU-Kommission äußerte Bedenken, dass eine Population von nur 170 Tieren nicht ausreichen würde, um einen günstigen Erhaltungszustand zu gewährleisten. Im Rahmen der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie müssen Mitgliedstaaten regelmäßig Bericht über den Zustand der Arten erstatten.

Bauernverband sieht Gefahren für Agrarwirtschaft

Der schwedische Bauernverband (LRF) äußerte seine Unzufriedenheit mit dem Jagdverbot und unterstützte das Ziel der Regierung, die Wolfspopulation zu reduzieren. Der Verband argumentiert, dass die bestehende Wolfsbevölkerung erhebliche Schäden verursacht habe und das Verbot eine „ernsthafte Bedrohung“ für die nationale Lebensmittelstrategie darstelle. Diese Strategie zielt darauf ab, die Nahrungsmittelproduktion im Land zu steigern und gleichzeitig die biologische Vielfalt zu erhalten.

Laut LRF könnten landwirtschaftliche Betriebe durch den hohen Raubtierdruck benachteiligt werden, was negative Auswirkungen auf artenreiche Flächen und Ökosystemleistungen haben könnte.

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