Anzeige
 

Afrikanische Schweinepest: 22.000 Schweine in Lettland betroffen

Ein aktueller Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Lettland hat erhebliche Konsequenzen für einen großen Schweinezuchtbetrieb in der Region. Mehr als 22.000 Schweine müssen getötet werden, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Diese drastische Maßnahme wurde von den lettischen Behörden beschlossen, nachdem das Virus durch verstärkte Kontrollen nachgewiesen wurde.

Erste ASP-Fälle im Jahr 2023

Der betroffene Betrieb „Vaiņodes bekons“ befindet sich im Südwesten Lettlands, nahe der Grenze zu Litauen. Diese Nähe hat dazu geführt, dass auch die litauischen Behörden Schutzmaßnahmen ergriffen haben, um eine Ausbreitung des Virus auf ihr Gebiet zu verhindern. Der Nachweis des Virus erfolgte durch Probenahmen im Rahmen einer intensiven Überwachung.

Konsequenzen und Maßnahmen

Um die Tierseuche zu bekämpfen und ihre Ausbreitung zu verhindern, hat der lettische Lebensmittel- und Veterinärdienst unverzüglich mit der Keulung aller betroffenen Tiere begonnen. Dieser Prozess wird voraussichtlich zwei Wochen dauern. Parallel dazu werden epidemiologische Untersuchungen und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt.

Rund um den betroffenen Betrieb wurden Schutz- und Überwachungszonen mit einem Radius von 3 bzw. 10 Kilometern eingerichtet. Innerhalb dieser Zonen überwacht der PVD streng die Gesundheit der Schweine und die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen. Der Transport von Schweinen und deren Produkten unterliegt ebenfalls strengen Beschränkungen.

Unbekannte Ursachen und potentielle Gefahren

Die genaue Ursache des Ausbruchs ist derzeit unbekannt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Wildschweine eine mögliche Infektionsquelle darstellen könnten, da das Virus bei 83 Wildschweinen festgestellt wurde.

Sicherheitsvorkehrungen in Litauen

In Reaktion auf den Ausbruch entsandte Litauen Tierärzte in die grenznahe Region Skuodas, um sicherzustellen, dass dortige Schweinehalter die Biosicherheitsvorschriften einhalten. Diese Maßnahmen betreffen sowohl kleine als auch große Betriebe.

Mögliche neue Welle der Afrikanischen Schweinepest?

Der aktuelle Fall erinnert an vergangene ASP-Ausbrüche im Baltikum, insbesondere an die Fälle aus dem letzten Sommer, die erhebliche Verluste in Estland verursachten. Damals verloren estnische Betriebe rund ein Fünftel ihres Schweinebestands durch das Virus.