Anzeige
 

Schweinepreise 2025: EU-weite Einbrüche um 8,8 % im Durchschnitt

Im Jahr 2025 verzeichneten die Schweinepreise in Europa einen signifikanten Rückgang. Im Durchschnitt sanken die Erlöse für Schweine der Handelsklasse E auf 1,90 €/kg, was einem Rückgang von 8,8 % im Vergleich zu den Vorjahreswerten entspricht. Diese Entwicklung betrifft sowohl Deutschland als auch andere europäische Länder.

Schweineüberangebot und Preisdruck

Ein Überangebot an Schlachtschweinen, das auf ein leicht gesunkenes Kaufinteresse traf, führte zu einem zeitweisen Preisverfall. Trotz dieser allgemeinen Preissenkung konnte Deutschland im europäischen Vergleich noch relativ hohe Preise erzielen. Die Situation blieb jedoch angespannt, da die Nachfrage nicht mit dem Angebot Schritt hielt.

Vergleichbarkeit der EU-Preise

Laut EU-Kommission sind die ausgewiesenen Preise nur bedingt vergleichbar. Gründe hierfür sind unterschiedliche Bonuszahlungen, wie sie beispielsweise in Dänemark üblich sind, sowie variierende Abliefermodi – etwa „frei Hof“ in Frankreich oder „frei Schlachthof“ in Deutschland. Diese Unterschiede erschweren eine direkte Preisvergleichbarkeit zwischen den Ländern, lassen aber dennoch Tendenzen erkennen.

Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest in Spanien hat ebenfalls Auswirkungen auf den europäischen Markt. Da weniger Schweinefleisch in Drittländer exportiert wird, verbleibt mehr davon innerhalb der EU, was zu einem zusätzlichen Preisdruck und Angebotsüberschüssen führt. Für das Jahr 2026 wird daher mit weiter sinkenden Preisen gerechnet.

Blick in die Zukunft

Der Beginn des Jahres 2026 ist geprägt von einem Überangebot und anhaltendem Preisdruck auf dem Schweinemarkt. Branchenexperten erwarten eine Fortsetzung des Trends zu niedrigeren Preisen als im Vorjahr. Die langfristigen Auswirkungen auf Landwirte und Verarbeiter bleiben abzuwarten, während sich der Markt weiterhin den Herausforderungen anpassen muss.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Frontier Agriculture übernimmt Aberdeen Grain

In der britischen Agrarwirtschaft könnte es bald zu einer bedeutenden Veränderung kommen. Der führende Getreidehandelskonzern Frontier Agriculture hat Pläne angekündigt, die schottische...

Rapskurse fallen: Bärische Signale und höhere Sojaernte drücken Preise

Die Preise für Raps sind zu Beginn dieser Woche leicht gesunken. Die Entwicklung folgt einer allgemeinen Schwäche bei den Sojabohnen, die von...

Weizenpreise schwanken: Frostgefahr und Export beeinflussen Märkte

In den letzten Tagen haben sich die Weizenpreise in den globalen Märkten etwas bewegt, wobei besonders der Norden eine erhöhte Verkaufsbereitschaft zeigt....

Steigende N-Düngerpreise: Rohstoffmangel und Gas verteuern Kosten

Die Preise für stickstoffhaltige Dünger, ein wesentlicher Bestandteil der landwirtschaftlichen Produktion, befinden sich weiter im Aufwärtstrend. Diese Entwicklung ist nicht nur auf...

Brasilien steigert Getreideproduktion durch Mehrfachernten um 200%

Brasilien hat in den letzten zwei Jahrzehnten seine Getreideproduktion von 114 Millionen Tonnen auf beeindruckende 350,2 Millionen Tonnen in der Saison 2024/25...