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Rumänien überholt Frankreich: EU-Weichweizenexporte

In der aktuellen Agrarsaison haben sich die EU-Weichweizenexporte auf nahezu 10,80 Millionen Tonnen belaufen, wie die Europäische Kommission berichtet. Trotz dieser beeindruckenden Zahl bleibt die Exportmenge noch etwa 200.000 Tonnen hinter der des Vorjahres zurück. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Daten lückenhaft sind, da Meldungen bedeutender Exporteure wie Frankreich unvollständig vorliegen.

Rumänien als führender Weizenexporteur

Rumänien hat sich erneut als führendes EU-Land im Weizenexport etabliert. In der ersten Hälfte der Saison 2025/26 exportierte Rumänien knapp 3,51 Millionen Tonnen Weichweizen und übertraf damit die 2,96 Millionen Tonnen des Vorjahres. Frankreich folgt dicht dahinter mit 3,45 Millionen Tonnen, deutlich mehr als die 1,21 Millionen Tonnen des Vorjahres.

Die Dominanz Rumäniens und Frankreichs ist bemerkenswert: Zusammen exportierten sie rund 6,95 Millionen Tonnen Weichweizen, was mehr als 64 Prozent der gesamten EU-Ausfuhren in dieser Saisonhälfte entspricht. Andere bedeutende Exporteure innerhalb der EU sind Litauen mit 1,25 Millionen Tonnen, Deutschland mit rund 818.655 Tonnen und Lettland mit etwa 640.416 Tonnen.

Steigende Exporte nach Marokko

Besonders auffällig ist der Anstieg der Weizenausfuhren nach Marokko, das in diesem Jahr bereits fast 1,99 Millionen Tonnen erhalten hat – ein Anstieg von etwa 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Saudi-Arabien importierte bislang erheblich mehr Weichweizen aus der EU: Die Menge stieg von etwa 448.947 Tonnen im Vorjahr auf nunmehr 824.339 Tonnen.

Rückläufige Exporte in andere Länder

Im Gegensatz dazu musste Ägypten einen Rückgang um etwa fünf Prozent hinnehmen und erhielt bisher rund 777.925 Tonnen Weichweizen. Besonders drastisch fiel der Einbruch in Algerien aus: Die Lieferungen reduzierten sich um fast ein Viertel auf rund 593.461 Tonnen. Nigeria verzeichnete sogar einen Rückgang von zwei Dritteln im Vergleich zum Vorjahr und importierte nur noch etwa 561.383 Tonnen gegenüber den vorherigen 1,79 Millionen Tonnen.

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