Anzeige
 

Brasiliens Geflügelexporte: Trotz Vogelgrippe auf Rekordhoch

Der brasilianische Geflügelsektor hat trotz der Herausforderungen durch die Vogelgrippe im Jahr 2025 einen bemerkenswerten Exportanstieg verzeichnet. Die Ausfuhren von frischem und verarbeitetem Geflügelfleisch stiegen um 0,6 % auf insgesamt 5,32 Millionen Tonnen, was einen neuen Rekord darstellt. Allerdings blieb der Umsatz mit umgerechnet 8,49 Milliarden Euro leicht hinter dem Vorjahr zurück, wie der Brasilianische Verband für tierisches Protein (ABPA) berichtete.

Veränderte Kundenstruktur durch Vogelgrippe

Die Vogelgrippe führte zu einer Neuordnung der Hauptabnehmer für brasilianisches Geflügelfleisch. Die Vereinigten Arabischen Emirate übernahmen die Spitze als größter Kunde und steigerten ihre Importe um 5,5 % auf 479.900 Tonnen. Japan, das bisher an erster Stelle stand, reduzierte seine Importe um 9,1 % auf 402.900 Tonnen.

Saudi-Arabien erhöhte seine Einfuhren um 7,1 %, womit es 397.200 Tonnen aus Brasilien bezog. Auch Südafrika und die Philippinen zeigten eine wachsende Nachfrage mit Importsteigerungen von 3,3 % bzw. 12,5 %.

Zaghafte Rückkehr des chinesischen Marktes

Trotz fehlender konkreter Zahlen bestätigte der Verband eine Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehungen mit China nach einem sechsmonatigen Importstopp aufgrund der Vogelgrippe. Im Jahr 2024 hatte China noch 562.200 Tonnen aus Brasilien importiert. Nach dem Ende des Stoppes im November 2025 erholten sich die Exporte allmählich.

Ableitungen in die Europäische Union sind seit September 2025 wieder möglich, nachdem auch dortige Handelsbeschränkungen gelockert wurden. Während konkrete Zahlen fehlen, bewertete der Verband das Geschäft mit der EU als positiv.

Zukunftsaussichten und Perspektiven für 2026

Laut ABPA hat das Jahr 2025 die Widerstandsfähigkeit des brasilianischen Geflügelsektors unter Beweis gestellt und dient als solide Grundlage für optimistische Prognosen für das kommende Jahr. Der Verband sieht im erfolgreichen Jahresabschluss einen Grund zur Zuversicht und plant eine verstärkte Präsenz auf dem internationalen Markt im Verlauf von 2026.

Brasiliens Landwirte sehen sich zwar weiterhin mit globalen Gesundheitsrisiken konfrontiert, können jedoch auf innovative Strategien setzen, um ihre Marktposition zu festigen und zu wachsen.