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Heu richtig behandeln: Wässern oder Bedampfen für gesunde Pferde?

Pferdehalter stehen vor der Herausforderung, die Staubbelastung im Heu zu reduzieren, um Atemwegserkrankungen bei ihren Tieren zu verhindern. Eine häufige Methode ist das Wässern des Heus. Diese Praxis hat jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile, die es abzuwägen gilt.

Heu wässern: Vorteile und Herausforderungen

Durch das Wässern wird der Staub im Heu gebunden, was bedeutet, dass weniger Partikel in die Luft gelangen und somit die Atemwege der Pferde schonen. Allerdings kann dieser Ansatz auch Nachteile mit sich bringen. Das Wasser entzieht dem Heu wertvolle wasserlösliche Nährstoffe, was einen Nährstoffausgleich durch mineralreiches Futter notwendig macht. Zudem steigt bei längerer Einweichzeit die Gefahr einer erhöhten Keimbelastung durch Bakterien und Pilze.

Praktische Tipps für das Wässern

Für eine effektive Anwendung sollten Landwirte drei wichtige Regeln beachten: sauberes Wasser verwenden, das Heu direkt nach dem Wässern verfüttern und es nicht länger als 10 bis 15 Minuten einweichen. Diese Zeit reicht aus, um den Staub zu binden und kann sogar mit einfachen Hilfsmitteln wie einer Gießkanne umgesetzt werden.

Bedampfen als Alternative

Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der Staubbelastung ist das Bedampfen des Heus. Diese Methode ist nicht nur effizienter im Wasserverbrauch, sondern eliminiert auch lebende Mikroorganismen im Futter. Im Gegensatz zum Wässern bleiben mehr Vitamine und Spurenelemente erhalten, und die Keimbelastung ist geringer.

Nachteile des Bedampfens

Trotz seiner Vorteile hat das Bedampfen auch seine Schattenseiten. Die Anschaffung eines speziellen Bedampfers kann kostspielig sein. Zudem kann der Wasserdampf Proteine im Heu schädigen, was sich negativ auf Wachstum und Muskelaufbau des Pferdes auswirken könnte. Dies erfordert ebenfalls einen Ausgleich durch proteinreiches Futter.

Individuelle Entscheidungen treffen

Letztendlich hängt die Entscheidung zwischen Wässern oder Bedampfen vom individuellen Management ab. Auch der Geschmack des Pferdes spielt eine Rolle, da einige Tiere eingeweichtes Heu ablehnen könnten.

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